Herbstprobe in Schönenbach: Vom Fahrzeugbrand direkt zur Übung – Feuerwehr zeigt starke Teamleistung

Das Szenario bei der Übung in Schönenbach: Der Baggerfahrer ist in seiner Kabine eingeschlossen, denn der ganze Bagger steht unter Strom. Gleichzeitig muss ein weiteres „Opfer“ unter dem Bagger befreit werden.
Stefan HeimpelPünktlich um 16 Uhr wurde bei der Herbst-Hauptprobe der Furtwanger Feuerwehr um 16 Uhr der Alarm ausgelöst. Bereits vier Minuten später war das Rohrbacher Fahrzeug am Einsatzort. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr aus Furtwangen ging es etwas länger.
Und hier wurde der ungewöhnliche Rahmen für diese Übung deutlich, wie Gesamtkommandant Jochen Löffler den Zuschauern erklärte. Erst kurz zuvor waren die Abteilungen Schönenbach und Furtwangen längere Zeit am Rotenhof, nur wenige Meter von der Übung entfernt, bei einem Fahrzeugbrand im Einsatz. Das führte dann dazu, dass die ganze Übung umgeplant und auch deutlich reduziert werden musste. Denn die Fahrzeuge aus Furtwangen und Schönenbach mussten von ihrer Besatzung erst wieder einsatzbereit gemacht werden, sodass alle Fahrzeuge für echte Notfälle wieder zur Verfügung stehen.
Ganz wichtig war dies bei den Atemschutzgeräten, die man bei der starken Rauchentwicklung beim Autobrand in großem Umfang benötigte. So waren dann nur etwa 50 Feuerwehrleute statt der geplanten fast 100 im Einsatz.
Beteiligt war aus der Abteilung Furtwangen Stadt nur eine kleine Mannschaft mit den Fahrzeugen, die dann durch die Feuerwehr Neukirch verstärkt wurden. Neben der Abteilung Rohrbach war auch die Linach im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte, wie bei den Feuerwehrproben in den Ortsteilen üblich, der örtliche Abteilungskommandant Martin Miggler.
Ein ganzer Teil der Übung mit einem brennenden Traktor und anschließendem Waldbrand musste komplett gestrichen werden. Es konzentrierte sich alles auf das ehemalige Autohaus Storz. Im Zentrum stand hier ein Bagger in der Werkstatt, der mit seiner Schaufel eine Stromleitung heruntergerissen hatte, wodurch das ganze Fahrzeug unter Strom stand. Gleichzeitig war noch ein Mitarbeiter unter dem Bagger eingeklemmt.
Bergung der Personen souverän gemeistert
Nachdem die Stromleitung vom Bagger entfernt wurde, konnte der Bagger-Fahrer endlich sein Fahrzeug verlassen. Nicht so einfach war die Bergung der eingeklemmten Person. Der schwere Bagger musste mit speziellen Hubkissen erst einmal angehoben werden, bevor die verletzte Person (eine Puppe) abtransportiert werden konnte.

Auch eine Drehleiter ist bei der Brandbekämpfung am ehemaligen Autohaus im Einsatz. Eine große Schar von Zuschauern verfolgte zudem die Übung der Feuerweh
Foto: Stefan HeimpelIm Zusammenhang mit diesem „Unfall“ in der Werkstatt brach im Dachgeschoss der Werkstatt ein Brand aus, der gesamte vordere Trakt war dicht verraucht. Hier mussten vier Personen gerettet werden. Allerdings stand durch den Brandeinsatz für die Übung keine Atemschutz-Ausrüstung zur Verfügung, da diese erst wieder aufgefüllt werden musste.

Durch einen Brand mussten mehrere Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Auf den Atemschutz musste wegen des Einsatzes kurz zuvor jedoch verzichtet werden.
Foto: Stefan HeimpelZu einem gemütlichen Ausklang der erfolgreichen Probe trafen sich die Mitglieder der Feuerwehr im Dorfgemeinschaftshaus in Schönenbach. Gesamtkommandant Jochen Löffler war sehr zufrieden, wie die verschiedenen Aufgaben abgearbeitet wurden. Auch Bürgermeister Stellvertreterin Anja Siedle war von dieser Übung beeindruckt und begrüßte vor allem die interessante Moderation mit den vielen Erklärungen für die Zuschauer.
Guter Zusammenhalt
Bei dieser Übung wurde einmal deutlich, wie die Furtwanger Feuerwehr-Abteilungen perfekt zusammenarbeiten. Auch wenn wie hier wegen des Brandes zuvor eine Abteilung plötzlich eine andere Aufgabe lösen musste. Alles funktionierte reibungslos, die Teams waren gut eingespielt. Die Schulungen für alle Abteilungen finden auch an allen Fahrzeugen statt, sodass man jederzeit die Ausrüstungen eines anderen Fahrzeugs nutzen kann. Auch Abteilungskommandant Martin Miggler war sehr zufrieden: „Trotz des Chaos haben wir alles ganz gut hinbekommen!“