Gucklochkino in Furtwangen
: 40 Jahre gelebte Filmkultur dank engagierter Helfer

Seit vier Jahrzehnten halten engagierte Kino-Enthusiasten in Furtwangen die Filmkultur lebendig. Das Gucklochkino feierte nun sein 40-jähriges Bestehen.
Von
Stefan Heimpel
Oberndorf
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Der Vorsitzende des Furtwanger Gucklochkinos Robert Hönl (hinten rechts) konnte bei der Feier zum 40-jährigen Jubiläum Günther und Brigitte Bäuerle (vorne) als Gründungsmitglieder und langjähriger Motoren auszeichnen. Mit dabei war ein weiteres Mitglied der erste Stunden des Furtwanger Gucklochkinos: Volker Eschle (hinten links).

Stefan Heimpel

Mit Helfern und Freunden feierte das Furtwanger Gucklochkino sein 40-jähriges Bestehen. Vorsitzender Robert Hönl und Gründungsmitglied Günther Bäuerle gaben dabei einen interessanten Rückblick auf 40 Jahre Vereinsgeschichte und den erfolgreichen Kino-Betrieb.

Robert Hönl war selbst erst seit 1993 im Gucklochkino aktiv. Beim Gucklochkino freute man sich damals, denn er brachte aus Berlin den für die Filmvorführung notwendigen „Vorführschein“ mit. Er stellte die aktuellen Aktivitäten des Kinos mit seinen 45 passiven und zwölf aktiven Mitgliedern. Der Dank von Robert Hönl galt dem Team, ohne das dieses Kino nicht funktionieren würde.

Neben der eigentlichen Filmvorführung gebe es viel Arbeit im Hintergrund: die Programmplanung, die Organisation der Filme, die Bewirtung an der Theke oder die Kasse. Aber trotz des Erfolgs decken die Einnahmen nicht die laufenden Kosten, allein die Filmlizenzen seien teuer. Nur durch Förderung von außen könne das Gucklochkino bestehen.

Ganz besonders wichtig sei die Unterstützung durch die Stadt Furtwangen, die jedes Jahr ein festes Budget und die Kino-Räume zur Verfügung stelle. In vielen anderen Kommunen erhalte das kommunale Kino nicht diese große Wertschätzung. Die Förderung durch die Stadt ist wiederum die Voraussetzung für eine Förderung durch die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Und nicht zuletzt gebe es auch immer wieder Spenden.

So bietet das Gucklochkino alle 14 Tage eine Abendvorstellung und am Samstag eine Vorstellung für Kinder und Jugendliche an. Dazu kommen weitere Vorstellungen, sei es mit der Hochschule Furtwangen, das Openair-Kino oder Themen-Tage.

40 Jahre Kino-Geschichte

Gründungsmitglied Günther Bäuerle, lange Jahre Vorsitzender, gab ein Rückblick auf 40 Jahre Kino-Geschichte. Gegründet wurde das Gucklochkino 1985, als das gewerbliche Furtwanger Kino, die Friedrichsbau-Lichtspiele, geschlossen wurde. Die Initiative ergriff der Vorsitzende des Stadtjugendrings Karlheinz Schiedel, der in das neue Sommerferienprogramm der Stadt auch Filmvorführungen einbinden wollte. Unterstützt wurde die Gründung durch das Villinger Gucklochkino.

Kurz danach gab es mit engagierten Bürgern die Gründungsversammlung für eine zweite Spielstätte des Villinger Gucklochkinos. Die Stadt stellt einen Raum in der Friedrichschule zur Verfügung. Nun startete das gemeinsame Filmprogramm, jeweils mittwochs in Villingen und donnerstags in Furtwangen.

Eigenes Programm

Mit der Zeit beschloss man, wegen der unterschiedlichen Interessen beim Publikum, ein eigenes Programm auf die Beine zu stellen. Im Jahr 2000 schließlich gründete sich der eigenständige Verein „Kommunales Kino Guckloch Furtwangen“. In den 40 Jahren gab es, so Günther Bäuerle, viele schöne Momente, aber auch schwierige Zeiten mit wenig Geld und Zuschauern und kaum Mitarbeitern: „Aber wir haben durchgehalten, und so können wir heute unser 40-jähriges Jubiläum feiern, worauf wir stolz sein können.“

Eine besondere Würdigung gab es für Günther und Brigitte Bäuerle, die seit der Gründung mit dabei sind. Günther Bäuerle war bis vor zwei Jahren auch der Vorsitzende des Vereins.

Anja Siedle dankte im Namen von Stadt, Bürgermeister und Gemeinderat für die „gelebte Kultur“ mit viel ehrenamtlichem Engagement und machte auch die vielseitigen Einsätze des Gucklochkinos in der ganzen Stadt deutlich.

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