Global Forest in St. Georgen
: „Kids und Kunst“ feiern Monstergeburtstagsfest

Ein Monstergeburtstagsfest mit fantasievolleren Kreaturen fand am Wochenende beim Kunstverein Global Forest anlässlich des fünfjährigen Bestehens der „Kids & Kunst“-Workshops statt.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Mit viel Radau ziehen die Monster zum Marktplatz und präsentieren einige Kunstwerke.

Stephan Hübner

Laut dem Vereinsvorsitzenden Oliver „Olsen“ Wolf nahmen 14 Kinder an der einwöchigen Veranstaltung teil. Anders als in den Vorjahren waren es größtenteils an allen Tagen dieselben Teilnehmer, sollten doch gemeinsam Geschichten entwickelt werden.

Wolf dankte dem baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Stiftung Kinderland, der Stadt St. Georgen und mehreren Firmen fürs Sponsoring.

Laut Irene Pérez Hernández, hauptsächlich für die Organisation verantwortlich, sind Kooperationen mit lokalen Kontakten ein wichtiger Bestandteil der Workshops. So backte Kerstin Hanke in ihrer Konditorei eine Geburtstagstorte und erlaubte den Kindern, in ihrer Küche Monster-Muffins zu kreieren.

Übergroße Monstertorten entstehen zum Jubiläum der Workshops.

Foto: Hübner

Ellen Martin von der Sammlung Grässlin erläuterte bei Exkursionen im Bahnhofsgebäude und Hotel Federwerk ausgestellte Masken und Kostüme von Tobias Rehberger. Olaf Jungmann vom Rollmopstheater vermittelte den Kindern, wie sich Monster gebärden.

Kinder für Ideen offen

Ein großer Punkt war der Aufenthalt zweier Residentinnen, Christine Koschel aus Stuttgart, die sich vor allem „performativ mit Essen beschäftigt“, und Jule Gordon, Comiczeichnerin aus Hamburg. Beide arbeiteten schon öfters mit Kindern, lobten aber die große Offenheit der jungen Workshop-Teilnehmer für Ideen. Cool sei auch das riesige Sammelsurium des Kunstvereins an Bastelmaterialien, das genutzt werden konnte, eine Besonderheit die Zusammenarbeit mit externen Personen.

Zahlreiche Comiczeichnungen entstehen während des Workshops.

Foto: Stephan Hübner

Gordon beschrieb, wie Kinder zu Beginn des Workshops ermuntert wurden, sich gegenseitig zu zeichnen, ohne dabei aufs Blatt zu gucken. Anspruchsvoll war zudem, etwas zu zeichnen, das nur mit Worten beschrieben war.

Im Laufe des Workshops wurde eine Liste von 56 Monstern erstellt, aus denen die Kinder ein Memory-Spiel bastelten, sich jeweils zur eigenen Lieblingsfigur passend Geschichten zu „einem Tag im Leben eines Monsters“ ausdachten und dazu passende Szenen zeichneten.

„Ein bisschen eklig“

„Ein bisschen eklig“ war laut Koschel das Basteln von Monstermasken, wobei viel Vaseline und Gips zum Einsatz kamen. Die Gruppe widmete sich auch der Frage, was Monster eigentlich essen und bastelte darauf basierend Torten, Muffins und Kuchen, bei denen „ganz oft Gehirn und Blut vertreten waren“.

Am Wochenende wurden all die angefertigten Kunstwerke gezeigt, und die Kinder erzählten dazu ihre ausgedachten Geschichten, die von Hexen, Feen, Robotern oder auch Frankenstein und einem traurigen Alien handelten.

Zum fünfjährigen Bestehen der Workshops wurde die Geburtstagstorte angeschnitten, zum Abschluss gab es einen Umzug, bei dem die Kinder verkleidet und mit viel Radau zum Dialog-Fenster des Kunstvereins beim Marktplatz zogen. Dort werden die entstandenen Zeichnungen und Bastelarbeiten für etwa sechs Wochen ausgestellt.

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