Glasfaserausbau startet
: Bald gibt es schnelles Internet in Langenschiltach

Offiziell mit dem Spatenstich am Festplatz startete der Glasfaserausbau im Teilort Langenschiltach.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Mit dem Spatenstich beginnt der Breitbandausbau in Langenschiltach, der bis Mitte 2027 abgeschlossen sein soll.

Stephan Hübner

Immer noch als etwas Besonderes sah Bürgermeister Michael Rieger Zuschüsse von Bund und Land, auch dass der Gemeinderat Geld zur Verfügung stellt.

Eine enorme Hilfe für Kommunen sei die tolle Arbeit des Zweckverbands Breitbandversorgung. Mit den ausführenden Firmen habe man immer Glück gehabt.

Die Baukosten für Langenschiltach lägen bei 3,5 Millionen Euro, im Gesamtort habe die Stadt bisher gute acht Millionen investiert. In Oberkirnach und Stockburg laufe der Ausbau, Brigach fehle noch. Die Digitalisierung mache vor dem ländlichen Raum nicht halt, so würden im Tourismus Gäste weniger, wenn keine Handynutzung möglich sei.

Messtronic sendet täglich riesige Datenmengen

Ortsvorsteher Hartmut Breithaupt verwies auf die Firma Messtronic, die täglich riesige Datenmengen versende und händeringend auf den Anschluss warte. Zwar hätten viele Einwohner schon 50 Mbit, aber im Außenbereich kämen oft nur zwei Mbit an. Schön sei, dass der Ort komplett erschlossen werde. Das sei einer der wichtigsten und schönsten Termine seiner bisherigen Amtszeit.

Er hoffe, dass Breitband im Schwarzwald-Baar-Kreis einmal selbstverständlich sei, so Heiko Zorn vom Zweckverband, der sich über Synergieeffekte mit der EGT freute. Die verlegt laut Markus Langlotz neue Kabel, weil Strom von Windkraftanlagen abgeführt werden muss, man Freileitungen abbauen und den Querschnitt vorhandener Leitungen erhöhen möchte, um den Ort fit für die Zukunft mit Wärmepumpen oder Wallboxen zu machen.

Teilhabe und Zukunft

Martin Papendieck vom Projektträger Aconium sah durch die Gelder Gebiete gefördert, die bei der Privatwirtschaft hintan fallen. Glasfaser bedeute Teilhabe und Zukunft. Tourismus und Wirtschaft bräuchten aber digitale Infrastruktur, so Katharina Manthey vom Innenministerium Baden-Württemberg.

Laut Zorn werden im Teilort 25 Kilometer Graben hergestellt, 70 Kilometer Rohre und Rohrverbände sowie knapp 100 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. 223 Eigentümer wurden angeschrieben, 188 entschieden sich für den Anschluss, fünf für eine Ablage. Bei 31 Grundstücken erfolgt die Pflichtablage, bei der das Kabel einen Meter aufs Grundstück gelegt wird, was Bedingung für Bundeszuschüsse ist. Zorn hofft, dass sich in der Bauphase noch ein paar Eigentümer für den Anschluss entscheiden. Denn so günstig wie jetzt werde es nicht mehr. Interessenten könnten sich beim Zweckverband melden. Bis Mitte 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

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