Gemeinderat Triberg: Das Wasserfallgebiet wird aufgewertet

Das Wasserfallgebiet soll aufgewertet werden – unter anderem soll auch bei der Bergseekasse eine selbstreinigende Toilette installiert werden, wie sie schon am Bahnhof (Foto) im Einsatz ist.
Hans-Jürgen KommertDas Tourismusförderprogramm stand erneut im Fokus des Triberger Stadtrats: Nachdem bereits vor einigen Wochen der obere Eingang zum Wasserfall Thema war, ging es nunmehr um die Kasse am Bergsee und deren Umfeld.
„Die Versorgung mit Toiletten am und um die Wasserfälle war seit Jahren Thema im Gemeinderat, die wir nun mit der öffentlichen Förderung angehen“, so Bürgermeister Gallus Strobel. Der Neubau einer barrierefreien Toilettenanlage werde nun im Zusammenhang mit der Erneuerung der Bergseekasse mit Info-Portal auch in diesem Bereich umgesetzt.
Beschränkte Ausschreibung
Mittels beschränkter Ausschreibung wurde eine „selbstreinigende Automatiktoilette für den Einsatz an unbefestigten Wegen“ vorgesehen – ausgestattet mit einer barrierearmen Schwenktür inklusive eines Kassensystems mit Bon-Rückführung. Geliefert werde eine Monoblock-Toilette im Rohbauzustand ohne äußere Fassadengestaltung – die werde der Bauhof übernehmen.
Die neue Anlage gleicht der am Bahnhof
Zwei vergleichbare Angebote lägen vor, das wirtschaftlichste Angebot komme von der Firma Bioline aus Innsbruck mit 61 300 Euro netto – dieses Unternehmen habe bereits die Toilette am Bahnhof geliefert, die störungsfrei laufe. Im Tourismusinfrastrukturantrag seien für diese Anlage 75 480 Euro berücksichtigt. Zusätzlich stünden im Eigenbetrieb Tourismus Investitionsmittel für das „Informationsterminal Wasserfall“ zur Verfügung.
Mike Mauscherning (SPD) und Lothar Hoch (CDU) hatten dazu Fragen: Zum einen wollte Mauscherning wissen, wie die Anlage im Endeffekt aussehe – der Bauhof verkleide sie wie die am Bahnhof und sie werde direkt an das Kassengebäude angeschlossen, informierte die Verwaltung. Lothar Hoch fragte nach dem Zeitplan. „Wir werden in einer der nächsten Sitzungen den Bau der Wasser- und Abwasserleitung einbringen – in Betrieb gehen soll die Anlage im Spätjahr“, erfuhr er. Michael Hummel (FWV) sah Probleme wegen der starken Geländesteigung. Wir werden einen hölzernen Zaun anbringen, etwa vier Meter breit“, versprach Stadtbaumeister Sven Ketterer. „Wäre das Vorhaben wegen der Kassenlage auch rückstellbar?“, so Hummel weiter. „Können wir wegen der Förderung nicht machen“, hieß es seitens der Verwaltung.
Das Gremium gab einstimmig das Einvernehmen.