Furtwanger mache Politik
: Jugend mischt den Landtag auf

Schüler des OHG Furtwangen machten in Stuttgart Druck: Im Jugendlandtag präsentierten sie Klimaschutz- und Schulideen – manche davon sollen verfolgt werden.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Martina Braun diskutierte auch mit einigen Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums in Furtwangen.

Büro Braun

Noch vor den Herbstferien kamen über 120 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Baden-Württemberg zum neunten Jugendlandtag nach Stuttgart. Zwei Tage lang diskutierten sie untereinander und mit Abgeordneten über politische Fragen, eigene Ideen und Forderungen. Dabei lernten sie den Landtag kennen und arbeiteten in verschiedenen Gruppen an politischen Themen.

Auch Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Furtwangen nahmen teil und beschäftigten sich intensiv mit der Landespolitik. In neun Workshops sammelten sie Probleme aus unterschiedlichen Bereichen und entwickelten Lösungsvorschläge. Anschließend stellten sie ihre Ergebnisse den Abgeordneten aller Fraktionen vor.

Die Wahlkreisabgeordnete Martina Braun beteiligte sich an der Gruppe zum Thema Klimaschutz. Diskutiert wurde unter anderem über Photovoltaikanlagen auf allen Schulgebäuden sowie vegetarische und vegane Angebote in den Mensen.

Politikerin ist begeistert

„Ich bin begeistert, wie intensiv sich die Jugendlichen mit Klimaschutz auseinandersetzen und mit uns Abgeordneten diskutiert haben“, so Braun. Am Ende formulierten die Jugendlichen Forderungen an den Landtag, die sie der Landtagspräsidentin Muhterem Aras in einem „Hausaufgabenheft“ überreichten. Viele dieser Anregungen sollen nun im Parlament weiterverfolgt werden.

Dass der Jugendlandtag Wirkung zeigt, hat sich bereits in den vergangenen Jahren gezeigt: Beim 8. Jugendlandtag 2023 formulierten Jugendliche ebenfalls zahlreiche Forderungen. Im Folgejahr griff das Format „Jugend hakt nach“ diese auf und prüfte, was bereits umgesetzt wurde. Eine frühere Forderung war beispielsweise, die Genehmigungszeiten für Windkraftanlagen deutlich zu verkürzen – auf unter drei Jahre. Inzwischen liegt die durchschnittliche Genehmigungszeit bei rund sieben Monaten.

Auch die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre geht auf eine Initiative aus einem Jugendlandtag zurück. Die Wahlkreisabgeordnete Martina Braun ist sicher, dass auch vom diesjährigen Jugendlandtag wichtige Impulse für das Parlament gegeben wurden.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.