Feuerwehr Schönwald
: Teure Planung für neues Gerätehaus

Die Feuerwehr soll durch einen Neubau mehr Platz bekommen. Doch allein die Planung für die technische Ausrüstung kostet 90 000 Euro. Das ärgert den Bürgermeister.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Im bestehenden Feuerwehrgerätehaus am Schönwälder Rathaus ist der Platz begrenzt – daher plant die Gemeinde einen Neubau. Nun vergab der Gemeinderat die Planungsleistungen für die technische Ausrüstung. (Archivfoto)

Hans-Jürgen Kommert

Die Freiwillige Feuerwehr in Schönwald ist momentan in der unteren Etage des Rathauses untergebracht. Eine günstige Lage innerhalb der Gemeinde, jedoch hat die Feuerwehr ein Platzproblem.

Zudem gibt es aktuell keine Schwarz-Weiß-Trennung zwischen Einsatz- und persönlicher Kleidung, die Umkleiden sind in die Fahrzeughalle integriert und die Höhe der Boxen entspricht nicht der Norm, was die Einfahrt mit neuen Fahrzeugen unmöglich macht.

Die Gemeinde hat ein Baugrundstück erworben, um dort den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses zu verwirklichen. In den jüngsten Sitzungen gab es dazu immer wieder Ausschreibungen, nun ging es um eine Planungsleistung.

Für die Planungsleistungen für die technische Ausrüstung ELT wurde ein einstufiges offenes Verfahren durchgeführt. Eine Rückmeldung lag am Ende vor: Dabei erfüllt das Büro Plus-Energie GmbH aus Villingen-Schwenningen die Eignungskriterien und erreichte in der Gesamtsumme aller Zuschlagskriterien 70 Punkte, hieß es nun. Das Arbeitsgremium entschied nach Auswertung der Eignungs- und Zuschlagskriterien einstimmig, das Büro Plus-Energie GmbH dem Gemeinderat zur Zuschlagserteilung zum Preis von knapp 90 190 Euro vorzuschlagen. „Wohlgemerkt – das sind nur Planungsleistungen, da ist noch kein Meter Kabel verlegt und keine Steckdose angebracht“, ärgerte sich Bürgermeister Christian Wörpel über das Ausmaß der Bürokratie.

Warum nicht schlüsselfertig?

Aus dem Publikum kam die Anfrage eines Zuhörers, ob man ein solches Feuerwehrgerätehaus nicht „schlüsselfertig“ an einen Generalunternehmer vergeben könne. So habe er das in Freiburg erlebt. Seines Wissens sei das unüblich und in der Regel teurer, erhielt er vom Bürgermeister zur Antwort.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Vergabe der Planungsleistungen für die technische Ausrüstung ELT zum voraussichtlichen Honorar in Höhe von knapp 90 190 Euro an das Büro Plus-Energie GmbH aus Villingen-Schwenningen.

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