Erdbeersaison in Peterzell
: So trotzt der Hofladen Haller den Herausforderungen

Wie meistert ein regionaler Betrieb die Herausforderungen zwischen Wetterrisiken und Ernteausfällen? Was hinter der Erdbeersaison im Hofladen Haller in Peterzell steckt.
Von
Raphael Sickinger
Oberndorf
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Für Margret Jäckle (links) und Anita Grießhaber ist der direkte Kontakt zum Kunden etwas besonderes, das sie beide schätzen.

Raphael Sickinger

Wenn die Erdbeersaison beginnt, herrscht im Hofladen Haller in Peterzell Hochbetrieb. Die beliebten Früchte zählen zu den wichtigsten saisonalen Produkten des Betriebs. Doch hinter dem Verkauf steckt weit mehr als die Ernte der roten Beeren.

„Es braucht mehr als nur Äpfel und Kartoffeln, um den Betrieb am Leben zu halten“, sagt Margret Jäckle. Sie arbeitet seit ihrem 13 Lebensjahr im Hofladen Haller in Peterzell. Erst seit drei bis vier Jahren werden dort auch Südfrüchte angeboten, die laut Jäckle bei den Kunden sehr gefragt sind. Zu den angebotenen Südfrüchten gehören beispielsweise Orangen, Zitronen und Mandarinen. Diese ergänzen das regionale Sortiment und sorgen dafür, dass Kunden auch außerhalb der heimischen Erntesaison eine größere Auswahl haben.

Direkt vom Erzeuger

Erdbeeren zählen zu den wichtigsten Saisonprodukten für Obstbau Haller, der drei Hofläden, unter anderem den in Peterzell, betreibt. „Es ist ein reines Saisongeschäft“, erklärt Jäckle. Im Gegensatz zu Großmärkten stammen die Waren direkt von den Erzeugern – meist Obstbauern aus dem Bodenseeraum, die jährlich auf rund 100 Hektar Erdbeeren anbauen – und gelangen ohne Zwischenhändler in den Verkauf.

Täglich liefern regionale Landwirte frische Ware nach. Durch die kurzen Transportwege bleiben die Produkte besonders frisch. Da das Angebot von der jeweiligen Ernte abhängt, stehen manche Produkte je nach Jahr in unterschiedlicher Menge zur Verfügung. „Es kann vorkommen, dass ein Obst oder Gemüse zeitweise ausverkauft ist“, sagt Jäckle.

Es sei eine große Herausforderung, den Betrieb das ganze Jahr über aufrechtzuerhalten. „Es fordert viel“, sagt Jäckle. So habe es bereits Jahre gegeben, in denen anhaltende starke Niederschläge zu erheblichen Ernteausfällen führten. „Teilweise waren fast nur verschimmelte Erdbeeren übrig“, erinnert sie sich. Neben starkem Regen können auch Spätfröste oder längere Trockenperioden die Ernte beeinträchtigen. Solche Wetterereignisse erschweren die Planung des Angebots.

Nähe zum Kunden

Trotz aller Herausforderungen ist es vor allem der persönliche Austausch, der Margret Jäckle bis heute an ihrer Arbeit begeistert. „In einem Großmarkt ist das nicht möglich“, meint sie. Viele Besucher kommen regelmäßig in den Hofladen und schätzen die persönliche Beratung.

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