Diskussionen um Pflasterstreifen: So soll die Rotwaldstraße in Königsfeld aufgewertet werden

Unter anderem das Parken soll in der Rotwaldstraße neu geordnet werden.
Stephan HübnerDas ganze Gebiet stamme aus den 50er Jahren, so Bürgermeister Fritz Link, weise deshalb ganz andere Standards als heute auf.
Vorbereitende Untersuchungen führte die ARGE Weißhaupt Landschaftsarchitekten/BIT Ingenieure durch. Laut Marius Weißhaupt geht es um eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs, verbindende Platzbereiche zur Friedrichstraße im Norden und zum Nahversorgungszentrum im Süden sowie die Aufwertung des Quartierplatzes Ostland- / Veilstraße.
Ein wichtiger Punkt ist, Niederschlagswasser durch Begrünung im Gebiet zu halten, wo es durch Verdunstung die Temperatur senken kann. Der Erhalt bestehender und die Pflanzung neuer Bäume sowie die Entsiegelung von Flächen entspricht dem Leitbild der „Schwammstadt“.
Bisher gebe es nur eine Grobplanung, nun müsse man tiefer einsteigen, auch mit Anliegern bezüglich Zufahrten reden. Vorgeschlagen sind Straßenbreiten von 5,5 bis 6,5 Metern, Grünbereiche zu beiden Seiten und Parken in der Fahrbahn und seitlich der Straße.
Schmaler Gehweg
Der teilweise relativ schmale Gehweg könnte verbreitert und gepflastert werden. Die Fahrbahn würde komplett asphaltiert.
Auf wenig Gegenliebe stießen von Weißhaupt vorgeschlagene Pflasterstreifen an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße. Die sind laut Bürgermeister Fritz Link die sehr geräuschemittierend und wurden deshalb andernorts wieder zurückgebaut.
Schwierig für Personen mit Rollatoren
Auch sinke die Pflasterung massiv ab, der Erhaltungsaufwand sei exorbitant. Matthias Weisser gab zu bedenken, dass sich Personen mit Rollatoren auf unebenen Pflastersteinen schwer tun.
Rainer Christ von BIT Ingenieure wies darauf hin, dass die vorhandene Wasserleitung nicht mehr heutigen Standards entspricht und aufdimensioniert werden sollte.
Auch neue Leitungen
Auf Nachfrage von Jens Hagen erklärte er, dass alle weiteren Infrastrukturmaßnahmen in Sachen Ver- und Entsorungsleitungen mitverlegt werden sollten, teilweise auch im Gehweg.
Der Gemeinderat vergab die Straßen- und Freiraumplanung an die ARGE Weißhaupt Landschaftsarchitekten/BIT Ingenieure zur Rotwaldstraße zu einer Brutto-Angebotssumme von 102 000 Euro.