„Brücke der Hoffnung“ in St. Georgen: Kleine Lichtblicke im Schatten des Ukraine-Kriegs

Groß ist das Interesse an der Infoveranstaltung.
Stephan HübnerDer Abend begann mit einem Lied der Aktiven, begleitet von bedrückenden Bildern zerstörter Häuser. Dann berichtete Rebekka Rudat über das von ihrem Vater vor mehr als 30 Jahren gegründete Missionswerk. Das besteht aus einem „Team mutiger, engagierter Christen“, insgesamt mehr als 40 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Das Hauptquartier in der Ukraine sei 250 Kilometer von der Kriegsfront entfernt, und die rücke immer näher. Die dortige Villa Sonnenschein sei für viele Kinder mit Mittagessen und Gruppenangeboten ein zweites Zuhause. Die stammten oft aus problembelasteten Familien, lernten in Lehrwerkstätten handwerkliche Fähigkeiten. In der Villa Regenbogen wohnen vier Mädchen „aus vergessenen Dörfern und sozial schwachen Familien“, die sich gerade in Ausbildung befinden. Dazu kommen mehrere Zufluchtsorte noch näher an der Front.

Rebekka Rudat berichtet von der Unterstützung für ukrainische Kinder.
Foto: Stephan HübnerSeit mehr als fünf Jahren gebe es in der Ukraine keine normale Schulbildung mehr, deshalb sei das Projekt „Schule in Kriegszeiten“ wichtig.
Projekt „Starthilfe“ als Neuanfang
Über drei Jahre Krieg hätten die ukrainische Wirtschaft fast zerstört, sodass es für Bewohner immer schwieriger werde, zu überleben. So sei das Projekt „Starthilfe“ für viele zu einem echten Anfang geworden, dabei helfe man zum Beispiel bei der Gründung eines eigenen Unternehmens.
Die Arbeit sei anstrengend, es gebe Tage mit mehr als hundert Raketenangriffen, man lebe mit heulenden Sirenen und stundenlangen Stromausfällen. Trotzdem bringe man den Menschen Brennholz oder Lebensmittel, spende Einwohnern Fürsorge und Trost.
Unterstützung für Kinder
Konkrete Beispiele der Hilfsarbeit zeigten Berichte und Videos von einem Projekt bei dem Kinder, die bisher auf einfachen Matratzen oder Decken in heruntergekommenen Zimmern schliefen, ein renoviertes und neu eingerichtetes Kinderzimmer bekommen. Diese Unterstützung verändere die Persönlichkeit der Kinder, es gehe um das Gefühl, gesehen zu werden, so Rudat. Wie gegenwärtig der Krieg ist, schilderte sie aber am Beispiel einer Familie, die ein Jahr lang immer wieder im nachbarlichen Keller Zuflucht suchte, bevor ihr eigenes Haus schließlich zerbombt wurde, was sie zur Flucht trieb.
Möglichkeiten, die „Brücke der Hoffnung“ zu unterstützen gibt es mehrere. Nähere Infos dazu gibt im Internet unter bdh.org.