Breitbandausbau in Königsfeld
: Millionenprojekt soll schnelles Internet aufs Land bringen

Mit dem Spatenstich hat in Königsfeld der Ausbau des Glasfasernetzes für den Ortsteil Buchenberg begonnen. Das Projekt soll die digitale Infrastruktur deutlich verbessern.
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(red/pm)
Oberndorf
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Freuen sich beim Spatenstich in Buchenberg: Alexander Niederkorn (Naturenergie Netze, von links), Zweckverbandsprojektleiter Heiko Zorn, Ortsvorsteher Roland Meder, Bürgermeister Fritz Link, Franz Römisch (Baufirma KTS) und Ensar Gubaljevic (Planungsbüro MRK Media AG)

Zweckverband

Die Bauarbeiten für den Anschluss Buchenbergs an das kommunale Glasfasernetz haben begonnen. Der Ausbau startet am bestehenden Netz in Königsfeld.

Zum offiziellen Spatenstich begrüßte Bürgermeister Fritz Link Ortsvorsteher Roland Meder, Ensar Gubaljevic (MRK Media AG), Franz Römisch (Baufirma KTS), Alexander Niederkorn (Naturenergie Netze) sowie Heiko Zorn, Technischer Projektleiter des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar.

„Ich möchte mich beim Bund und beim Land Baden-Württemberg für die Möglichkeit der Förderung bedanken“, sagte Bürgermeister Link. „Der ländliche Raum benötigt dringend eine gute Internetverbindung, sowohl Gewerbe als auch Privatpersonen.“

Nachfrage steigt deutlich

Ein gemeinsamer Förderantrag für die sogenannten „Grauen Flecken“ wurde für Königsfeld, Schonach, Schönwald, St. Georgen, Triberg und Unterkirnach eingereicht. Der vorläufige Zuwendungsbescheid des Bundes beträgt rund 31 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg hat die Mitfinanzierung in Höhe von 25 Millionen Euro bewilligt. Die endgültigen Summen werden nach Abschluss des Projekts anhand der tatsächlichen Baukosten ermittelt. Die Baukosten für Buchenberg liegen laut Vergabeangebot bei rund 4,5 Millionen Euro (brutto), bei Gesamtkosten von etwa 6 Millionen Euro.

Der Eigenanteil der Gemeinde Königsfeld liegt zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro. Projektleiter Heiko Zorn betonte die gute Zusammenarbeit bereits vor dem Ausbau mit Gemeinderat und Ortsvorsteher Roland Meder: „Ohne die Unterstützung durch die Fachleute vor Ort wäre so ein Projekt nicht durchführbar.“ Im Bereich Rainhäuser können durch die Naturenergie Netze bereits mitverlegte Leerrohre genutzt werden.

Ausbau hat große Strecken

Insgesamt wurden 328 Eigentümer angeschrieben. 243 entschieden sich für einen Glasfaserhausanschluss, sechs für eine Ablage, weitere 54 Grundstücke erhalten eine Pflichtablage. Damit werden rund 90 Prozent der Gebäude angeschlossen.

Die Bauzeit beträgt etwa ein bis eineinhalb Jahre. Geplant sind rund 25.300 Meter Kabelgraben, 87.300 Meter Rohre und Rohrverbände sowie 156.431 Meter Glasfaserkabel.

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