„Born to be wild“ in St. Georgen: Ein Rockerclub wird 50

Wenn „Rocker“ feiern, geht es rund.
Motorrad-Club- Der Motorrad-Club „Born to be wild“ in St. Georgen feiert am 20. Juni sein 50-jähriges Jubiläum.
- Aus Kleinkrafträdern wurden Harleys – seit 1991 fährt der Club nur Harley Davidson.
- Der Club wuchs durch Zusammenschlüsse mit Memmingen und Vicenza sowie später Berlin und Stade.
- Heute gehören BTBW-MC Germany 17 deutsche und zwölf italienische Chapter an.
- Am Storzenberg gibt es Bikerfrühstücke und Partys im Clubhaus Wild Area – Gäste sind willkommen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
St. Georgen. „In den Anfangsjahren wurden zunächst Kleinkrafträder und Mopeds gefahren, später waren es dann die ersten Motorräder, zu Beginn waren die meist japanischer Herkunft“, erzählte „Born to be wild“-Mitglied Rainer Kieninger. Aus dieser frühen Anfangszeit seien heute immer noch zwei Mitglieder (in der Szenensprache Members) dabei.
Im Jahr 1968 kam auch in Deutschland der legendäre Rockerfilm „Easy Rider“ in die Kinos. Ein Titel aus dem Soundtrack des Kinohits war das Lied „Born to be wild“ der amerikanisch-kanadischen Band Steppenwolf – dieser Song war der Anfang und der Namensgeber vieler Motorrad-Clubs in ganz Europa. Aus den Jugendlichen wurden gestandene Männer. Das Rückenabzeichen (Colour) war zunächst ein Adler auf einer Schlange. Das Clubleben bestand schon damals aus gemeinsamen Ausfahrten und dem Besuch anderer Clubs. Man war anders als andere und hatte mit dem Club zudem eine zweite Familie gefunden.

Viele Dutzend schwere Harley-Motorräder wird man am 20. Juni rund ums Vereinsgelände am Storzenberg erleben können – und voraussichtlich wird es wieder eine gemeinsam Ausfahrt geben.
Motorrad-Club1984 schloss man sich mit dem „Born to be wild“-MC Memmingen zusammen, die Allgäuer trugen von da an das Schwarzwälder Colour. 1986 kam ein Club aus Vicenza, Italien, dazu, der ebenfalls das Colour der St. Georgener übernahm. Im Jahr 1991 war dann der Beginn einer neuen Ära.
„Unsere drei Chapter (das sind Ortsgruppen) schlossen sich dem ‚Born to be wild‘-MC Berlin und dem MC Stade an. Damit begann eine andere Zeit. Es wurden von da an nur noch Motorräder der Marke Harley Davidson gefahren – was dann auch in die Satzung aufgenommen wurde –, zugleich wurde der Club immer größer“, erzählt Kieninger. Mittlerweile gehören dem BTBW-MC Germany insgesamt 17 deutsche und zwölf italienische Chapter an.
Außerdem gibt es noch einige Supportclubs, die den hiesigen Club unterstützen. Das Clubleben besteht auch heute noch aus gemeinsamen Ausfahrten und Partys. Seit einigen Jahren veranstalten die Borns auf ihrem Vereinsgelände am Storzenberg regelmäßig, gemeinsam mit dem Harley Davidson e.V., ein Bikerfrühstück. Immer sonntags, von Mai bis September, wird ein reichhaltiges Frühstück für Motorradfahrer, aber auch Anwohner, serviert.
Partys in der Wild Area
Daneben gibt es drei bis vier Partys in und ums Clubhaus in der Wild Area (Am Storzenberg 28). Dieses Clubhaus nutzen die Borns seit dem Jahr 2011, davor waren sie gegenüber, am Sommerauer Bahnhof, beheimatet. Die Schwarzwälder Borns bestehen derzeit aus 13 Mitglieder, dazu kommen zwei Probemitglieder.
Am Wochenende, am Samstag, 20. Juni, feiern die St. Georgener Borns nun ihr 50-jähriges Bestehen. „Unsere Brüder von den anderen Chaptern werden ebenso da sein wie etliche mit uns befreundete Clubs“, verspricht Kieninger. Außerdem sei die Bevölkerung hierzu herzlich willkommen. „Wir sind stolz auf diese lange Zeit, die guten und schlechten Tage, die wir in unserem Club gemeinsam erlebt haben – worauf wir mit allen das Glas erheben wollen“, freut sich der gesamte Club.