Bei EBM-Papst in St. Georgen
: So werden Jugendliche frühzeitig für gewerblich- technische Berufe begeistert

EBM-Papst St. Georgen setzt auf eine neue Nachwuchsstrategie – „Werksschüler“ statt Werkstudenten. Die Schüler bekommen bei einem Langzeitpraktikum einen realistischen Einblick.
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(red/pm)
Oberndorf
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Francesco Ceravolo und Robert Barazsuly sind die ersten Werksschüler bei EBM-Papst St. Georgen.

EBM-Papst

Der Rückgang qualifizierter Bewerber für Ausbildungsplätze trifft viele Unternehmen – und er zwingt sie zum Umdenken.

Mit dem neuen Konzept „Werksschüler“ geht das Unternehmen EBM-Papst in St. Georgen jetzt einen ungewöhnlichen, aber vielversprechenden Weg, um Jugendliche frühzeitig für gewerblich- technische Berufe zu begeistern. Anders als klassische Werkstudentenprogramme richtet sich die Initiative explizit an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II, teilt das Unternehmen mit.

Das Besondere: Die Jugendlichen absolvieren ein mehrmonatiges Langzeitpraktikum, das ihnen einen realistischen Einblick in den Ausbildungsalltag ermöglicht – und zwar nicht nur für ein paar Tage, sondern über bis zu drei Monate hinweg. Während dieser Zeit kommen sie rund drei Stunden pro Woche ins Unternehmen, lernen unterschiedliche Fachbereiche kennen und arbeiten in Projekten mit.

Gefühl für Abläufe und Anforderungen

Sie unterstützen Auszubildende im Tagesgeschäft und bekommen so ein Gefühl für Abläufe, Aufgaben und Anforderungen einer modernen gewerblich-technischen Ausbildung. Durch diese wiederkehrende Präsenz können sich die Teilnehmenden schnell einarbeiten, Sicherheit gewinnen und die eigenen beruflichen Interessen schärfen.

Ein Anreiz, der besonders gut ankommt: Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung – ein Stück früher finanzieller Eigenständigkeit, das gleichzeitig die Wertschätzung des Unternehmens signalisiert.

Nachwuchskräfte schon früh kennenlernen

Für das Unternehmen eröffnet das Programm die Möglichkeit, potenzielle Nachwuchskräfte schon früh kennenzulernen. Gleichzeitig lassen sich dabei wichtige Soft Skills wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Einsatzbereitschaft, Ausdauer und Motivation einschätzen – Kompetenzen, die in der Arbeitswelt zunehmend entscheidend sind.

Dass das Konzept funktioniert, zeigt ein erstes Beispiel: Zwei Schüler der Realschule St. Georgen sind derzeit als Werksschüler beschäftigt. Sie interessieren sich besonders für Mechatronik und Elektronik – und hatten nach einer Betriebsbesichtigung sofort ihre Bewerbung eingereicht.

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