Ausstellung in Schönwald
: Ewald Pfrengle zeigt Bilder rund um das Weltall

Der Hobbykünstler Ewald Pfrengle stellt Bilder unter dem Motto „Weltall“ im Schönwälder Eschle aus. Er hat ein Faible für Himmelskörper.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Sehr realitätsnah wie alle seine Werke ist der „Exoplanet“ dargestellt, den Ewald Pfrengle hier präsentiert

Hans-Jürgen Kommert

Die zweite Ausstellung des Schönwälder Urgesteins Ewald Pfrengle im „Eschle“ widmet sich dem Weltraum. Mittlerweile 92 Jahre alt ist der Künstler, der in Schönwald vor allem durch seinen Gesang bekannt wurde.

Nun zeigt eine andere seiner vielen kreativen Seiten – die Malerei. Zeigte er in einer früheren Ausstellung eher Landschaftsmalerei und alte Höfe, wendete er sich bereits seit einiger Zeit dem Kosmos zu.

Eigene Beobachtungen des Sternenhimmels inspirierten ihn, faszinierende Planeten und Himmelskörper auf Leinwand zu bannen. „Weltall“ heißt folgerichtig seine zweite Ausstellung im Eschle. Sie ist noch bis 30. September immer am Donnerstag und Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr zu sehen.

Die Vernissage im einstigen „Atomladen“, der heutigen Heimat des Sozialen und Kulturellen Treffpunkts (SKT), wurde musikalisch begleitet von Pianist und Saxophonist Oleg Kochedykov und dessen Frau Oksana Kochedykova mit der Bandura.

Zahlreiche Besucher bei der Vernissage

Wie schon bei seiner ersten Ausstellung kamen im Rahmen der Vernissage zahlreiche Besucher, um Pfrengles Werk zu bewundern. Er selbst gab einen Einblick in sein Leben und den künstlerischen Werdegang. Er sei Ewald aus Schönwald im Schwarzwald, erzählte er schmunzelnd. Geboren in Neuenburg am Rhein als uneheliches Kind eines Flussschiffers – wegen der Religionszugehörigkeiten, denn die Mutter war katholisch und der Vater evangelisch, so dass niemand die beiden trauen wollte.

Schon im Krieg war er in Schönwald bei den „Eschle-Schwestern“. Sein Großvater väterlicherseits sei Marine-Maler gewesen – die einzige genetische Verbindung zur Kunst. Allerdings habe er das künstlerische Gen wohl an seine Tochter Andrea weiter gegeben, die ebenfalls künstlerisch tätig ist.

Strahlende Farben

„Als meine geliebte Frau vor zehn Jahren verstorben ist, haben mir das Malen und Singen über die schwere Zeit hinweggeholfen“, erzählte der Künstler, der auch diesmal wieder sang. Er male alles, was ihm gefällt, bekannte er. Daher gebe es Motive aus der Heimat, aber auch aus dem Urlaub oder vom Meer. Und auch der Himmel und der Weltraum lägen ihm am Herzen. Er arbeite am liebsten, der strahlenden Farben wegen, mit Acryl auf Leinwand.

Ausstellung bis Ende September

Seine gegenständlichen Bilder sind noch bis Ende September zu den üblichen Öffnungszeiten donnerstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr oder während eventueller Veranstaltungen in den Räumen des SKT zu bewundern und auch zu erwerben – auch wenn er sich ungern von seinen Bildern trenne.

Monika Maaß hatte zur Begrüßung einige Worte gesprochen. Wie sie im Gespräch betonte, sei es derzeit nicht leicht, immer die notwendige Hilfe für die Thekenarbeit im Eschle zu finden; Sie würde sich daher über Unterstützung freuen.

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