AMS-Camp in Furtwangen
: Kunst und Kultur im Stöcklewald

Klima- und Friedenspolitik oder Menschenwürde sind Themen, mit denen sich die rund 700 erwarteten Teilnehmer befassen. Und es gibt jede Menge Workshops.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Einige Gäste fanden sich zur Begrüßung bei der Waldbühne im Stöcklewald in Furtwangen ein.

Stephan Hübner

Ein Wochenende mit viel guter Laune und Musik sowie Diskussionen und Workshops zu Kapitalismuskritik, Klima- und Friedenspolitik oder Menschenwürde wartete auf Besucher beim „Aktion-, Mond- und Sternecamps“ (AMS-Camp) im Stöcklewald.

Organisiert wird das seit Jahren stattfindende Camp mit viel „kollektiver Eigeninitiative“ von einem 30-köpfigen Team mit Personen aus Berlin, Dortmund, Leipzig oder Nachbarländern wie der Schweiz.

Dabei versteht man sich als Anlaufpunkt für alle, die sich über Themen wie Geschlechterverhältnis und Queer, Kapitalismus, Nationalismus und vieles andere informieren oder darüber diskutieren möchten.

Eigentlicher Grund fürs Camp seien schon immer Workshops, so Pia Göser, eine der vielen Ehrenamtlichen. Man verstehe sich als Bildungscamp, nicht nur, aber auch für junge Menschen. Allerdings reiche die Altersspanne von Gästen bis 80 oder mehr, so Wasiq Sulemen, ebenfalls beim Camp aktiv.

Nicht alles ist politisch

Dabei seien Workshops zum Teil Einführungsveranstaltungen für einen möglichst niederschwelligen Zugang, manche hätten eher Vortragscharakter, andere seien vollkommen unpolitisch, drehten sich zum Beispiel um Yoga, Schreiben oder das Erlernen von Musikinstrumenten, so Göser.

Sehr zur Ausrichtung des Camps passt ihr zufolge die in diesem Jahr präsentierte Ausstellung der kurdischen Frauenbewegung mit dem Titel „Frauen, Leben, Freiheit“. Denn auch die sei basisdemokratisch ausgerichtet. Auch gebe es am Gelände erstmals einen BiPoC-Safespace, „um sich auszuruhen, Kontakte zu knüpfen und einfach zu sein - ohne sich rechtfertigen zu müssen“.

Eigene Stärken entdecken

Ein wichtiger Aspekt ist laut Göser und Sulemen gegenseitiges Empowerment. So biete das Camp vielfältige Möglichkeiten, sich auszuprobieren, etwa beim Kochen und Backen für die Gäste, denn die in den allermeisten Fällen vegane Verpflegung wird frisch zubereitet. Dazu gilt es, diverse andere Dienste zu erledigen und sich soweit möglich auf Spendenbasis finanziell zu beteiligen. Die Campbesucher wurden bei der Begrüßung am Donnerstagabend von Pia Göser und Adrian Lenk auf der Waldbühne explizit dazu ermuntert.

Große Zelte als Treffpunkte

Möglichkeiten zum Austausch und zum Kennenlernen bieten beim Camp diverse große Zelte, für Unterhaltung ist beim Camp mit Auftritten verschiedenster Bands gesorgt, für kleine Besucher gibt es einen Spielplatz. Zudem wurde ein Kinoprogramm organisiert.

Wer sich nun angesprochen fühlt, muss aber leider bis zum nächsten Jahr warten, denn um das Gelände und das Camp nicht zu überfordern, war im Vorfeld eine Anmeldung nötig.

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