Aktionstag in St. Georgen: Tipps rund um Gedächtnistraining

Sabine Hummel lud Gäste zu unterhaltsamen Übungen für geistige Fitness ein.
Stephan HübnerZum „Tag der geistigen Fitness des Bundesverbands Gedächtnistraining“ waren Besucher zu Veranstaltungen bei „Gedächtnistraining Hummel“ eingeladen.
Betreiberin Sabine Hummel hatte mehrere Kolleginnen eingeladen, die wie sie ganzheitliche Gedächtnistrainerinnen beim Bundesverband Gedächtnistraining (BVGT) sind und Fachvorträge zu unterschiedlichen Themen hielten.
Vor dem Büro gab es Informationsmaterial und Stationen, an denen Besucher sich im Um-die-Ecke-Denken oder in der Suche nach mehrdeutigen Begriffen üben konnten.
Michaela Imhoff sprach über die Unterstützung der Gedächtnisleistung durch die Verbesserung der Blutzirkulation, Manuela Lübben lud zu „Gedächtnistraining mit allen Sinnen“ ein. Bewegungsübungen gab es mit Lachtrainerin Birgit Leibold und der Augenspezialistin CSEye-fit Claudia Scheible-Dimou. Letztere erklärte, dass man es heutzutage verlernt habe, den Blick nach innen zu richten, rief zu mehr Lockerheit und Mobilität auf.
Nicht jede Gedächtnislücke bedeutet Demenz
Besucher waren zum Mitmachen eingeladen, um Atmung und Körperrotation zu trainieren oder sich positive Merksätze zu überlegen. Auch Gedankenpausen seien wichtig, zudem blinzle man bei der Bildschirmarbeit viel zu wenig, so dass Augen „unterernährt“ seien. Hummel selbst erklärte, dass nicht jede Gedächtnislücke automatisch Demenz bedeute, beispielsweise wenn man vor der Kellertür stehe und vergessen habe, was man holen wollte. Auch hätten viele Probleme damit, sich Namen zu merken. Wichtig sei, diese richtig zu hören, notfalls nachzufragen und Namen mit etwas Besonderem zu verknüpfen.
Schwerhörigkeit und damit zusammenhängende soziale Isolation trügen zu Demenz bei. Kommunikation mit anderen beim Turnen oder bei bei Kaffekränzchen wirke deshalb vorbeugend. Hummel zeigte Übungen unter anderem zu Anagrammen, um den aktiven und passiven Wortschatz zu trainieren und erwähnte „Stadt, Land, Fluß“ als besonders gutes Training.
Geschichten mit Gymnastik kombiniert
Sie kombinierte Geschichten mit Gymnastik, was für den Körper eine besonders effektive Weise des Lernens sei. Durchaus anspruchsvoll waren Übungen zur Beweglichkeit der Finger. Das Gehirn sei wie ein Muskel, der trainiert werden müsse. Am Ende lud Sonja Hettich Besucher zu einem „märchenhaften Abschluss“ ein.