Wirtschaft in Schramberg: So sieht Michael Dein von MS-Schramberg die Trump-Zölle

Michael Dein von der MS Schramberg
FritscheSeit dem 3. April erhebt die USA 25 Prozent güterspezifische Zölle auf Auto-Importe. Das gilt auch für Autoteile. Bislang verlangten die USA einen Zollsatz von 2,5 Prozent auf Pkw-Importe. Daneben ist die Rede von länderspezifischen Zöllen für Importe aus der EU in Höhe von 20 Prozent.
Die Produkte von MS-Schramberg kommen in praktisch allen relevanten technischen Bereichen zum Einsatz: Automotive, Elektromobilität, Heizung/Klima/Wasser, Medizin- und Gebäudetechnik, Haushalts- und Gartengeräte, Elektro- und Automatisierungstechnik.
Schon vor der Verhängung von Zöllen hatte MS-Schramberg die Weichen für Internationalisierung als Strategie für Wachstum gestellt und ein Projekt in den USA und ein zweites in Osteuropa in die Wege geleitet, die Ende 2025 operativ starten sollen.
Wir haben Geschäftsführer Michael Dein von MS-Schramberg gefragt, welche Folgen er durch die Zölle für die deutsche Industrie und das Schramberger Unternehmen sieht.
Herrn Dein, Wie schätzen Sie die Wirkung der Zölle für den Standort Deutschland insgesamt ein? Dein: Wir teilen die aktuellen veröffentlichten Einschätzungen in den entsprechenden Medien. Wir sind davon überzeugt, dass die damit verbundene Unsicherheit für die Wirtschaft nicht förderlich ist.
Inwieweit sind die Produkte von MS-Schramberg von den Zöllen betroffen? Dein: Da wir auch einige Produkte in die Vereinigten Staaten liefern, sind wir aktuell in der Prüfung und Abstimmung mit unseren Kunden, welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. Eine verlässliche Aussage ist zum jetzigen Stand nicht möglich.
Mit welche Maßnahmen können Sie darauf reagieren? Dein: Die aktuelle Zollpolitik bestärkt uns in unserem Vorhaben uns International aufzustellen, um in Summe als Unternehmen robuster gegenüber sich veränderten Marktgegebenheiten aufgestellt zu sein.