Windanlage Feurenmoos: Der Irrwitz des Rückbaus

Die Windanlage im Feurenmoos ist umstritten.
Schwarzwälder BoteZur Thematik Windenergieanlagen (WEA) wird seitens der Genehmigungsbehörden darauf verwiesen, dass diese nach 20 Jahren komplett zurückgebaut werden müssen. Kleines Beispiel für die Umsetzung? Die stillstehende WEA an der Bundesstrasse Richtung BAB/Zimmern!
Bezüglich der Millionen Rückbaukosten wird darauf verwiesen, dass die Betreiber Bürgschaften hinterlegen müssen. Praxis: der Investor ist z.B. eine GmbH (Stammkapital 50 000 Euro - zur Hälfte einzuzahlen)! Wenn nach 20 Jahren die staatliche stattliche Förderung ausläuft tendiert der wirtschaftliche Wert der WEA Richtung Null – das ausgewiesene Fremdkapital ist höher darstellbar als der noch vorhandene Vermögenswert! Fachsprache: „Überschuldung“ – bei einer GmbH zwingend Insolvenzgrund.
Der zuständige Anwalt wird feststellen, dass eine „die Kosten des Verfahrens deckende Masse“ nicht vorhanden ist und das Verfahren mangels Masse niederschlagen.
Unabhängig von der finanziellen Betrachtung: aus technischer Sicht ist ein Rückbau sicherlich machbar, ein über 1000 Jahre gewachsener Wald kann aber nicht wieder hergestellt werden!
Während der Laufzeit entscheiden die WEA-Betreiber: sind die Betriebskosten bei schwachem Wind höher als die Einspeisevergütungen? Wenn ja: WEA abschalten! Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie so oft stillstehende Windräder entdecken.
In der Praxis sind die Anlagen nach 20 Jahren auch noch nicht abbruchreif – aber ein Weiterbetreiben ohne Subvention ist wirtschaftlich nicht reizvoll! Diese Subventionen sind nichts anderes als Verschwendung von Steuergeldern! Dieser Staat braucht sich nicht zu wundern, warum er seinen Haushalt nicht in den Griff bekommt.
Alternativen für die Anlagenbetreiber: Sie verscherbeln die Altanlagen ins Ausland oder sie „entsorgen“ diese. Die Entsorgung ist mit Blick auf unkalkulierbare Umweltschäden unverantwortlich und bisher nicht geregelt! Zur Information: ZDF-Dokumentation Frontal „Wohin mit dem Schrott“ vom 2. September.
Setzen wir noch eins oben drauf: … möglich ist, am alten Standort eine neue und größere, leistungsfähigere Anlage aufzubauen. Frage: was gibt es dafür – richtig: wieder eine Subvention!
Fazit: Chaos vor Ort, Bauruinen vor Ort, Wald vernichtet, Natur vernichtet, Wasserversorgung vernichtet – Geld der Bevölkerung vernichtet!
Eugen und Edeltraud Bihler
Schramberg