Weihnachten in Schramberg: „Menschheit kann jubeln und aufatmen“

Die Pfadfinder gaben in der abgedunkelten Kirche St. Maria das Friedenslicht an die Kirchenbesucher weiter.
Benedikt WegnerIn der Seelsorgeeinheit Schramberg-Lauterbach begann der Heilige Abend mit dem Krippenspiel der Kinder in Heilig Geist und der Familienandacht in St. Michael Lauterbach. Nicht nur begeisterte Kinderaugen verfolgten das Geheimnis der Menschwerdung Gottes.
Die Christmette um 21 Uhr in St. Maria begann in der dunklen Kirche. Dekan Rüdiger Kocholl betonte in seiner Begrüßung, dass in dieser nächtlichen Stunde alle Menschen tief bewegt seien: „Die Menschheit kann jubeln und aufatmen. Im Dunkel der Nacht ist das Licht erschienen!“
Das Erscheinen des göttlichen Lichtes auf Erden Glanzes kam in der Verteilung des Friedenslichtes aus Bethlehem durch die Schramberger Pfadfinder sinnenfällig zum Ausdruck.
Bläserquintett und Sopranistin
Ein Bläserquintett und die Sopranistin Sonja Gebert mit Kirchenmusikdirektor Rudi Schäfer an der Orgel und Benedikt Schäfer am Violoncello begleiteten mit ihrem Spielen und Singen die Liturgie dieser Christmette.
Ermutigende Freudenbotschaft
Die Christmette in Lauterbach wurde musikalisch brillant von Thomas Michelfeit mit der Trompete und Dorothea Eberhardt an der Orgel umrahmt. Pfarrer Anton Cingia ging in seiner Predigt auf die Herausforderungen der gegenwärtigen Weltenlage ein und betonte, dass gerade auch in dieser Situation die Kirche den Menschen die ermutigende Freudenbotschaft vom weihnachtlichen Frieden verkünde.
Feierlich umrahmte der katholische Kirchenchor in Lauterbach unter Leitung von Ute Haas-Woelke den Festgottesdienst am ersten Weihnachtstag in St. Michael.
„Ohne Gott keinen Frieden“
In seiner Predigt betonte Pfarrer Anton Cingia, dass Gott in einem Kind Menschen geworden ist, damit die Welt friedlicher, menschlicher und liebevoller gestaltet werden kann, daran sollten sich die Menschen orientieren. Der selige Adolph Kolping sagte zurecht: „Ohne Gott kein Glück, ohne Gott keinen Frieden“.
Das Hochamt in der Heilig Geist Kirche um 10 Uhr gestalteten der katholische Kirchenchor Schramberg mit den Solisten Sonja Gebert, Stefanie Flaig, Emanuel Penalver und Jochen Hermann und das Orchester Schmid mit Cordula Glatthaar an der Orgel musikalisch mit.
Große Orchesterbesetzung
Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Rudi Schäfer erklang die wunderbare Missa in B von Franz Bühler. Die große Orchesterbesetzung verlieh der Messe ein besonders festliches Gepräge. Dekan Rüdiger Kocholl hielt in seiner Predigt fest, dass Weihnachten ein Fest der Hoffnung sei, selbst in schweren Zeiten. Dies zeige der sehr gute Besuch der Weihnachtsgottesdienste.
Mit der traditionellen Weihnachtsvesper um 18 Uhr in St. Maria, gestaltet von der Gregorianikschola, klang der erste Weihnachtsfeiertag feierlich aus.