Vortrag in Schramberg: So war das Leben der Frida Landenberger

Yasmin Hettich mit einem Gemälde von Frida Landenberger von Hans Caspar Ulrich aus Zürich im „Landenberger-Gedächtniszimmer“ im Stadtmuseum Schramberg.
Carsten KohlmannDer Museums- und Geschichtsverein Schramberg setzt damit sein Jahresprogramm mit dem Themenschwerpunkt „150 Jahre Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik (H.A.U.)“ fort.
Zu Gast zum Thema Frida Landenberger ist Yasmin Hettich, die an einem Roman zur Familiengeschichte arbeitet.
Weniger bekannten Teil der Geschichte beleuchtet
Aus der Epoche der „Schwarzwälder Uhrenkönige“ in der Industriestadt Schramberg sind vor allem ihre großen Männer und der Konflikt zwischen den beiden Dynastien Junghans und Landenberger in Erinnerung geblieben. Über die Frauen dieser Männer ist dagegen oft kaum etwas bekannt.
Seit einem Jahr wird aber eine dieser Frauen von Yasmin Hettich neu entdeckt. Frida Landenberger (1851 bis 1937), die Ehefrau von Paul Landenberger. Als Schwester von Erhard Junghans und Arthur Junghans, die ihren Ehemann mit aller Härte als Konkurrenten bekämpften, war sie besonders schicksalhaft in den Konflikt zwischen den beiden Dynastien gestellt.
Poetry Slammerin widmet sich damit der Geschichte
Die 24 Jahre alte Schrambergerin Yasmin Hettich ist in der Nachbarschaft des heutigen Technologie- und Gewerbeparks H.A.U. aufgewachsen und studiert heute Deutsch und Evangelische Religion an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.
Bekannt ist sie in Schramberg als heimatverbundene Poetry Slamerin, die mit ihren liebevoll-kritischen Texten immer wieder wichtige Impulse zur Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihrer Heimatstadt gibt.
Zugang zum Thema verschaffte die Großmutter
Ihre Großmutter Charlotte Hettich (1924 bis 2015) erzählte ihr viel aus der Heimatgeschichte, auch über die Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik (H.A.U.) und die Familie Landenberger. Vor einem Jahr setzte sie sich zum Ziel, über Frida Landenberger einen Roman zu schreiben, für den sie seitdem viel über ihr Leben und ihre Zeit recherchiert hat. Auf Einladung des Museums- und Geschichtsvereins Schramberg wird sie im Gespräch mit dem Historiker und Kulturwissenschaftler Carsten Kohlmann über ihr Buchprojekt erzählen.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.