Umzug in Tennenbronn: Darum wurde ein Schneesturm aus Konfetti ausgelöst

Impressionen vom Umzug in Tennenbronn.
BennerDen Umzug kommentierten Udo Reinke, Gildemeister der Pfrieme-Stumpe, und Thomas Wälde. Wälde mischte sich auf der Straße unter die Zuschauer und Zünfte, Reinke behielt von der Dachterrasse des Edeka Marktes den Überblick über das Geschehen.
Das Eis statt dem Erz brachen die Knappen mit ihrer Guggenmusik Alcaputti. Die Arbeit auf der Höhe über der Erzhöhle war gar schwerer als unter Tage – so mussten Matthias und Jonas Moosmann ab und an die über die Straße gespannten Wimpel anheben, um nicht gefällt zu werden. Unten auf der Straße wurden emsig Kärren geschoben und Hämmer geschwungen.
Aus den Wäldern Tennenbronns
Auch die Wurzelhexen und die Berneckteufel waren aus den Wäldern Tennenbronns ins Tal geströmt, um der Narretei zu frönen. So sonnig wie das Wetter war der Aufzug der folgenden Neukircher Hexen in schwarz-gelb. Ebenfalls das Unterholz verlassen, um an Fasnetssonntag in Tennenbronn dabei sein zu können, hatten die pinken Heerwald-Hexen aus dem Brigachtal.
Mehrere Kleidle
Gleich mehrere Kleidle präsentierten die Gäste aus Dornhan. Die Narrenzunft war mit Gilde und Garde, Guggenmusik sowie den Höhlenbewohnern alias „Spaltbergmännle“ und dem Lauser vertreten, welcher Brezeln verteilte. Auch die Ammelbach Hexen aus Weilersbach fühlten sich wie zu Hause, rührten ihren mobilen Hexenkessel um und boten als Mitfahrgelegenheit ein Heubett an. Nach so vielen Gästen mischten sich im Mittelteil des Zuges der Musikverein Frohsinn mit Pfrieme-Stumpe, Linde-Wieble und Kappelgoascht ins Geschehen.
Gäste aus der Schweiz
Hinter Rauch verborgen schlossen sich die Nachbarn aus St. Georgen Hohwalddeufel und Wälderschnäpf dem närrischen Treiben an.
Gäste aus der Schweiz
Mit der Häfe-Zunft Brittnau aus der Schweiz waren auch fernere Freunde vertreten. Ihrem Namen alle Ehre machten sie mit der mitgebrachten fahrenden Brauerei. Musikalische Verstärkung der Reihen ihrer Guggenmusik gab es von Alcaputti.
Den Abschluss bildeten die Jubilare – die Ichbe Hexen. Für ihre Auftritte wurden wahre Aktenberge geschreddert. So erinnerte die Hexe am Wagenfenster an Frau Holle. Wer das Papierschnipsel-Bett meiden konnte, ging doch im Konfettischneesturm unter.
Auch wenn Aufstellung und Umzug mit etwa einer halben Stunde deutlich kürzer waren als zuletzt vor zwei Jahren, gab es keinen Grund traurig zu sein. Zudem standen die Tore des Narrendorfes in der Festhalle und beim Gasthaus Löwen offen.
Die Kommentatoren waren sich einig, es war ein Riesenspaß mit den Zünften und Zuschauern, den zu moderieren sie nicht missen wollten.
Ein bisschen stolz waren sie deshalb nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf die zahlreichen Besucher, die den Mitmach-Test sehr gut bestanden hatten. Lobend hervorgehoben wurde auch die Tontechnik von Jokatec, ohne die vieles nicht möglich wäre.