Übergabe Boulderwand
: Klettern soll in Tennenbronn jetzt Schule machen

Für die Kinder der Grundschule Tennenbronn gibt es eine neue Möglichkeit, sich in den Pausen auszutoben: Jüngst wurde die neue Boulderwand den Schülern übergeben sowie diese unter dem Beisein einiger Ehrengäste feierlich eröffnet.
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(pm/red)
Oberndorf
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Schulleiterin Tanja Witkowski (links) mit den Klassensprechern der Klassen 2 bis 4 und den Ehrengästen (von links): Susanne Gwosch, Manuel Schade, Manfred Moosmann, Dorothee Eisenlohr, Petra Moosmann und Sabine Dinger.

Kerstin Heinlein

Klettern ohne Seil und Sicherung – das ist ab sofort für die Kinder der Grundschule Tennenbronn an der neu installierten Boulderwand möglich. Gefährlich wird es dabei trotzdem nie: Beim Bouldern geht es nicht darum, möglichst hoch zu klettern, sondern an fest verschraubten Griffen und Fußtritten bestimmte Routen zu bewältigen.

Die Initiative für das neue Angebot ging von Johanna Rosenfelder aus. Sie ist Lehrerin an der Grundschule und selbst leidenschaftliche Boulderin.

Das Kollegium und die Elternschaft unterstützen das Projekt von Anfang an. Doch bevor nun die ersten Kinder die Boulderwand ausprobieren konnten, musste so einiges organisiert, finanziert und installiert werden, wie Rektorin Tanja Witkowski in ihrer Eröffnungsrede deutlich machte.

Zunächst wurde die Statik der angedachten Wand hinter dem Schulgebäude überprüft. Die Schreinerei Moosmann verankerte die Holzplatten für die Griffe in der Mauer, bevor der Bauhof sich um das Anlegen eines Fallschutzes und das Anbringen der Griffe kümmerte.

Unterstützung durch Stadt

Zu guter Letzt wurde die Anlage noch einer TÜV-Prüfung unterzogen.

All das wäre ohne die tatkräftige organisatorische und finanzielle Unterstützung der Stadt Schramberg nicht möglich gewesen. Daher waren zur Eröffnung auch einige Ehrengäste anwesend: Über das gelungene Projekt und die strahlenden Gesichter der Kinder freuten sich Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Tennenbronns Ortsvorsteher Manfred Moosmann, Susanne Gwosch, Leiterin des Fachbereichs „Kultur und Soziales“ und Manuel Schade vom Fachbereich „Umwelt und Technik“ sowie die Elternbeiratsvorsitzende Petra Moosmann.

Stellvertretend für die 114 Kinder der Schule testeten zunächst die Klassensprecher unter den Anfeuerungsrufen ihrer Klassenkameraden die Boulderwand.

Bewältigung nicht einfach

Dass keines der Kinder den Parkour mit Leichtigkeit bewältigte ist dabei Teil des Konzepts: Das Klettern an der Boulderwand soll natürlich vor allem Spaß machen, aber auch zum spielerischen Bewältigen von Herausforderungen einladen.

Anhand der verschiedenfarbigen Griffe können die Kinder dabei selbst festlegen, ob sie sich eine leichte oder eine schwerere Route vornehmen.

Dass außerdem auch Kommunikation und gegenseitiges Helfen geschult werden, bewiesen die Klassensprecher als Tanja Witkowski nach Tipps für die anderen Kinder fragte: „Bei den kleinen Fußtritten darf man nicht zu fest drauftreten, sonst rutscht man ab.“, wusste ein Schüler zu berichten.

Ein anderer bewies sich als Motivationstrainer: „Das ist ganz schön anstrengend, aber man muss versuchen, nicht aufzugeben“.

Ab sofort dürfen nun alle Kinder der Schule bei gutem Wetter freitags die Boulderwand unter Aufsicht nutzen.

Ziel führt seitwärts

So gelangen sie zwar nicht hoch hinaus – aber mit viel Spaß und zunehmender Ausdauer von links nach rechts.

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