Trumps Zölle und die Schramberger Wirtschaft: „Die langfristige Strategie von Trumpf zahlt sich aus“

Björn Dymke
TRUMPF GmbH + Co. KG/Oliver Graf FotostudioWir haben Björn Dymke, geschäftsführender Direktor Trumpf Laser SE, Fragen gestellt, wie Trumpf von Trumps Zöllen betroffen ist.
Herr Dymke, wie schätzen Sie die Wirkung der US-Zölle für Trumpf ein?
Dymke: Stellungnahmen zu den Auswirkungen auf das Trumpf Nordamerikageschäft sind Momentaufnahmen, da wir die genauen Auswirkungen noch nicht beziffern können, die Dinge sich überdies permanent ändern. Fest steht, dass sich Zölle negativ auf uns sowie auf das Investitionsverhalten unserer Kunden auswirken, da sie die vielfältigen Importe von Maschinenteilen und Vorprodukten aus Mexiko, Kanada und der EU verteuern. Eine noch größere Bedrohung sehen wir durch weitere Zölle, die Exporte aus der EU in die USA betreffen. Hier ist der Warenaustausch unter anderem aus Deutschland sehr rege.
Grundsätzlich sind wir, über die politischen Signale hinaus, über Zölle auch deshalb besorgt, da sie inflationstreibend wirken. Viele Unternehmen warten aktuell nachweislich ab, was passiert, und stellen ihre Investitionen zurück.
Mit welchen Maßnahmen können Sie darauf reagieren?
Dymke: Die Strategie der Trumpf Gruppe ist von der gegenwärtigen Volatilität unbeeindruckt, zunehmend local-for-local für den wichtigsten Markt USA zu fertigen. Trumpf produziert bereits viele Maschinen hier und stellt eine Smart Factory fertig. All das ist nicht durch Zölle getriggert, sondern durch unsere langfristige Strategie, Lieferzeiten für unsere amerikanischen Kunden zu reduzieren und unsere Supply Chains resilienter zu machen. Außerdem arbeiten wir in den USA weiter daran, eine Supply Chain zu realisieren, die von Lieferungen aus China weitgehend unabhängig ist.
Inwieweit sind die Produkte und Standorte von Trumpf Laser von den Zöllen betroffen?
Dymke: Die zu den Fragen getätigten Aussagen gelten ebenfalls für Trumpf Laser.