Tennenbronner Heimathaus: 2400 Besucher angelockt

Das Leitungsteam des Heimathauses (von links): Dirk Bader, Peter Weisser, Alfred Moosmann, Martin Grießhaber und der ausgeschiedene Dieter Moosmann.
HeimathausZur jährlichen Mitgliederversammlung trafen sich die Angehörigen des Tennenbronner Heimathauses im Gasthaus Linde.
Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder Hedwig Weber, Klaus Fichter und Walter Börner erinnerte das Vorstandsgremium an die vielfältigen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr 2025. Dass sie wieder „den Nerv trafen“, machten die aufgelaufenen Besucherzahlen deutlich.
Nachdem 2024 erstmals die Marke von 2000 Gästen geknackt wurde, brachte das Jahr 2025 eine erneute Steigerung auf nunmehr 2400 Besucher.
Einen weiteren Rekord erreichte auch eine Einzelveranstaltung – die Sonderausstellung der Tennenbronner Künstlerin Monika Flaig zog alleine über 400 Personen an.
Summiert seit der Eröffnung des Heimathauses im Oktober 2010 hat die Besucherzahl die Marke von 26 000 überschritten.
Rückblick auf Aktivitäten
Alfred Moosmann erinnerte an den im Heimathaus durchgeführten Thementag zum Handwerk der Korbflechter sowie an die Sonderausstellungen zum 40-jährigen Bestehen der Ichbe-Hexen, dem 100-jährigen Bestehen des KSV Tennenbronn, den Himmelserscheinungen über Tennenbronn, der Künstlerin Monika Flaig und der Kinderkrippen „Jesses Maria“.
Cego-Übungsabende und mehrere Führungen mit dem „Martibeck“ Ulrich Grießhaber standen zudem auf dem Programm. Als „Dorfbüttel“ brachte er bei Spaziergängen die Geschichte des Dorfes auch auf die Straße. Im katholischen Pfarrsaal bot das Heimathaus Vorträge zur Geschichte der Firma Schneider-Schreibgeräte und dem 100 Jahre alt gewordenen Kraftsportverein. Daneben wurden dort in Dialekt erzählte Erinnerungen „als Oma noch lebte“ dargeboten, außerdem ging es um die 1000 Grenzsteine von Tennenbronn mit einem thematisch anschließendem Wandertag. Besondere überregionale Beachtung fand die Gedenkfeier für den in Tennenbronn erhängten Zwangsarbeiter Wladyslaw Repetowski.
Treffen der Projekt- und Arbeitsgruppen
Elf Mal standen Projektgruppensitzungen an, dazu kamen etliche Treffen der Arbeitsgruppen für einzelne Themen. Die Pflege und Erhaltung des Heimathauses, die Erfassung und Archivierung von Inventar und Präsentationen und die Öffentlichkeitsarbeit forderten zusätzliche Einsätze. Im Rathaus wurde mit der Neugestaltung der Trachtenvitrine begonnen, die in diesem Frühjahr abgeschlossen wird.
Der Bericht von Kassiererin Walburga Weisser für das Tennenbronner Heimathaus wies ein Minus von circa 1500 Euro auf, welches noch durch ältere Steuerberatungen begründet ist. Für den Gedenkstein für Wladyslaw Repetowski konnte ein Zuschuss der Bürgerstiftung Schramberg verbucht werden. Über die Hälfte der Einnahmen des Heimathauses stammen aus Spenden und einen gewichtigen Teil bilden auch die Beiträge der aktuell 68 Mitglieder.
Ortsvorsteher Manfred Moosmann nahm die Entlastung des Vorstands vor, die einstimmig erteilt wurde. Das Heimathaus sei eine besondere Gruppe in Tennenbronn, die jedes Jahr bei der Terminkalenderbesprechung durch eine Vielfalt von Veranstaltungen überrasche. Dass dabei auch kritische Themen nicht ausgenommen werden, zeige das Erinnern an das Schicksal von Wladyslaw Repetowski und Agnes Kunz. Auch die Vorsitzende des Museums- und Geschichtsvereins Schramberg Annette Fuchs bedankte sich für das Geleistete und lobte die gute Zusammenarbeit. Das Heimathaus ist bei allen Vorstandssitzungen im Schramberger Schloss vertreten und hat mit der Kassiererin und einem Kassenprüfer wichtige Ämter im Hauptverein inne.
Wahlen des Vorstands
Bei den versetzt durchgeführten Neuwahlen des Vierer-Vorstandsteams standen die Verantwortlichen für Finanzen und für das Museum zur Abstimmung. Schnell erledigt war das für ersteres, da Peter Weisser für weitere drei Jahre kandidierte und einstimmig bestätigt wurde. Der bisherige Hausverwalter Dieter Moosmann und zeitgleich auch sein Mitarbeiter Willi Markgraf stellten sich jedoch nicht mehr zur Wahl und ein Ersatz konnte im Vorfeld nicht gefunden werden. Ein Glücksfall war, dass an diesem Abend Dirk Bader seine Unterschrift als Neumitglied der Projektgruppe leistete. Er erklärte sich spontan bereit, die vakanten Aufgaben zu übernehmen. Nach seiner Einweisung durch die bisherigen Amtsträger wird die Projektgruppe über die Aufnahme von Dirk Bader in das Vorstandsteam separat abstimmen.
Den Ausblick auf das neue Jahr 2026 gab ein ausgelegter Flyer. Er enthält eine ausführliche Beschreibung aller Veranstaltungen des Heimathauses und kann von den Interessenten im Rathaus, bei Edeka, in der Volksbank und an der Tankstelle mitgenommen werden. Zum Download ist er zu finden auf www.heimathaus-tennenbronn.de/wp/aktuell/
Dank an Ausgeschiedene
Zum Abschluss dankte Versammlungsleiter Alfred Moosmann den beiden ausgeschiedenen Amtsträgern für ihre Verdienste um das Tennenbronner Heimathaus. Dabei handelt es sich um Dieter Moosmann und Willi Markgraf. Moosmann ist ein Mann der ersten Stunde. Schon vor der offiziellen Gründung der Projektgruppe am 6. Mai 2009 gehörte er zum Planungsteam und übernahm dann den Posten des zweiten Vorstandes. Nach nunmehr fast 17 Jahren gab es nie mehr eine Diskussion um diesen Posten. Seit der Erweiterung des Vorstandsteams auf vier Personen konzentrierte sich seine Verantwortung auf das Gebäude des Heimathauses. Willi Markgraf zeichnete sich als sein zuverlässiger Mitarbeiter aus. Er wirkte im Hintergrund mit putzen, saugen, Rasen mähen, Müll rausbringen, reparieren und zuletzt das Haus schmücken zu besonderen Festtagen.