Tagung in Schramberg
: Andreas Schaub lüftet Geheimnisse der Geschichte

Der Förderkreis Archäologie in Baden trifft sich am Wochenende zum ersten Mal zur Jahrestagung und Mitgliederversammlung im Stadtmuseum Schramberg.
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(pm/red)
Oberndorf
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Andreas Schaub als Kurator der Ausstellung „Die Römer in Waldmössingen“ im Stadtmuseum Schramberg im Jahr 1994.

Stadtarchiv

Im Anschluss an einen Empfang der Großen Kreisstadt Schramberg findet am Samstagabend, 12. Oktober, auch ein öffentlicher Festvortrag des Archäologen Andreas Schaub statt. Der gebürtige Schramberger ist Stadtarchäologe in Aachen und spricht über das Thema: „Aachen. Von der Römerstadt zur Lieblingspfalz Karls des Großen“. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

Einst bei den „Burgpionieren“ mit dabei

Andreas Schaub, Jahrgang 1964, hat sich bereits als Schüler in seiner Heimatstadt Schramberg für Archäologie interessiert. Über seinen Großvater Karl Schaub (1904 – 1964) und seinen Vater Siegfried Schaub (1936 – 2017) kam auch er am Ende der 1970er-Jahre zu den „Burgpionieren“ um Lothar Späth (1941 – 2024) auf dem Schlossberg und veröffentlichte später einen Beitrag über „Zur Burganlage von Hans von Rechberg auf dem Schramberg – eine alte Quelle neu betrachtet“ in der Zeitschrift „D’Kräz“ 11 (1991) des Museums- und Geschichtsvereins Schramberg.

Schaub studierte Provinzialrömische Archäologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und befasste sich in seiner Magisterarbeit mit dem Römerkastell in Sulz am Neckar.

1994 erarbeitete Schaub für das Stadtmuseum Schramberg die Ausstellung „Die Römer in Waldmössingen“ mit Begleitschrift zur damaligen 1000-Jahr-Feier des ältesten Stadtteils der Großen Kreisstadt Schramberg.

Schaub arbeitete für die Stadtarchäologie im Museum Augsburg, war an Ausgrabungen in Griechenland und in Italien beteiligt und als Grabungsleiter bei Großprojekten in Köln tätig.

Seit 2006 ist Schaub Stadtarchäologe in Aachen und seit 2007 auch Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen und an der Universität Köln.

Das Bild der Stadt Aachen war lange Zeit von ihrer Bedeutung als „Lieblingspfalz“ von Kaiser Karl dem Großen geprägt. Die römische Vergangenheit war dagegen kaum im Blick.

In den letzten Jahrzehnten ist jedoch durch viele archäologische Grabungen ein neues Bild der historischen Ursprünge von Aachen entstanden. Wie nur in wenigen anderen Orten in Deutschland ist in Aachen dadurch mittlerweile eine durchgehende Siedlungskontinuität von der Römerzeit bis ins Mittelalter möglich.

Bedeutender Ort für Europa im frühen Mittelalter

Karl der Große baute in Aachen eine Kirche, die heute als erste deutsche Welterbestätte der UNESCO bekannt ist. Bis zur Ausbildung der staufischen Reichsstadt im 12. Jahrhundert blieb das städtebauliche Erscheinungsbild des Ortes durch die römische Siedlung geprägt. Die Archäologie lüfte viele Geheimnisse in der Geschichte dieses im frühen Mittelalter für Europa so bedeutenden Ortes, macht Andreas Schaub in seinem Festvortrag zur Jahrestagung deutlich.

Der Eintritt zum Vortrag Schaubs ist frei. Das Stadtmuseum Schrambergs ist aufgrund der Jahrestagung am Samstag, 12. Oktober für den regulären Besucherverkehr geschlossen. Am Sonntag, 13. Oktober ist das Stadtmuseum Schrambergs wieder zu den üblichen Öffnungszeiten von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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