Schwarzwaldverein Lauterbach: Meisen und Kleiber mögen die Nisthöhlen

Die Nisthöhle mit Nest, die zur Reinigung abgehängt wurde.
Hans HuberIn den vergangenen Wochen hatten sich Mitglieder des Schwarzwaldvereins Lauterbach zusammengefunden, um die anfallenden Kontrollen und Reinigung der in den Wäldern um Lauterbach aufgehängten Nisthöhlen durchzuführen.
Diese Aufgabe wird schon seit dem Jahr 1979 ausgeführt – oft bei Regen, Schnee und Kälte, aber in diesem Jahr bei herrlichem Sonnenschein.
Hornissennest gefunden
An einem Mittwochmorgen machte sich laut Mitteilung des Schwarzwaldvereins die erste Gruppe daran, die im Bereich Benat und Eichbusch bis zum Kreuzfelsen aufgehängten 17 Nisthöhlen zu reinigen und, wie bereits seit langem geplant, abzuhängen und an neuen Standorten dann wieder aufzuhängen.
Hier konnte bei der Hälfte ein durchweg positives Ergebnis verzeichnet werden: in neun Nestern war die Vogelbrut, hauptsächlich Meisen und Kleiber, ausgeflogen. Die anderen Nisthöhlen waren hingegen nicht angenommen worden. Sechs Nisthöhlen konnten nicht mehr gefunden werden. In einer Höhle wurde gar ein verlassenes Hornissennest gefunden.
Vergangene Woche dann konnte die zweite Hälfte der Nisthöhlen kontrolliert werden. Das waren insgesamt 34 an der Zahl. Sie waren beim Haus Berlin, am Sommerberg und am Tannenäckerle aufgehängt worden. Aus 17 – und damit der Hälfte der Nisthöhlen – waren Meisen ausgeflogen, zweimal waren die Höhlen von Kleibern benutzt. Vier Höhlen wurden leer angetroffen.
In diesem Gebiet zeigte sich ein ähnliches Bild wie Bereich Benat-Kreuzfelsen: Elf Nisthöhlen wurden nicht mehr gefunden. Sie sind vermutlich bei Waldarbeiten zerstört worden. Von den vor beinahe 60 Jahren aufgehängten über 60 Nisthöhlen sind nun nur noch 35 „in Betrieb“.
Zehn Stunden Arbeit
Durch die vor Weihnachten abgehängten Kästen wurden fehlende Nisthöhlen im Bereich Sommerberg gezielt ersetzt, so dass sich zukünftige Kontrollgänge nur noch auf ein Gebiet erstrecken werden.
Insgesamt waren die Nistkasten-Kontrolleure zusammen zehn Stunden unterwegs und hoffen darauf, dass die neu aufgehängten Nistgelegenheiten von der Vogelwelt gut angenommen werden.