Schule in Lauterbach: Eine Stelle für die Schulsozialarbeit

An der Grundschule gibt es aller Voraussicht nach bald eine Stelle für Schulsozialarbeit.
DoldEine solche Stelle werde zum einen durch das Land über den Kommunalverband für Jugend und Soziales sowie vom Landratsamt gefördert. Die Förderung solle dazu beitragen, ganzheitliche lebensbezogene und lebenslagenorientierte Förderung und Hilfe für alle jungen Menschen an der Schule anzubieten und soziale Benachteiligungen auszugleichen. Kinder sollten bei der Bewältigung individueller Problemlagen besser unterstützt werden. Es sollten die besonderen Bedingungen und Bedürfnisse vor Ort im Sinne der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden.
Villinger gab bekannt, dass die Förderung durch das Land bei 16 700 Euro pro Vollzeitstelle gedeckelt ist. Zudem erläuterte er die Bedingungen, an die eine Förderung geknüpft ist. Die Schulsozialarbeit soll in Abstimmung mit dem Schulträger, dem Jugendamt und der Schule erfolgen. Die Bestätigung des Jugendamts, dass aus Sicht des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe eine Notwendigkeit bestehe, liege vor. Der Förderantrag sei fristgemäß beim Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) eingereicht worden.
Aufwand von 33 100 Euro
Darüber hinaus fördere der Landkreis eine Stellenbesetzung ab mindestens 0,5 Vollzeitstellen. Förderfähig seien ausschließlich Personalkosten. Die Förderung betrage 33 Prozent des Arbeitgeberaufwandes bei einer Stellenbesetzung mit Fachkräften. Die Fachkräfte der Schulsozialarbeit seien, so habe eine Nachfrage beim kommunalen Arbeitgeberverband ergeben, in Entgeltgruppe S 12 einzugruppieren. Insgesamt ergebe sich für die Stelle ein Gesamtaufwand von 33 100 Euro. Nach Abzug der Bundesförderung (8350 Euro) und des Landkreises (10 500 Euro) ergibt sich ein Aufwand für die Gemeinde von 14 250 Euro.
Kämmerer Karl-Heinz Villinger gab zu bedenken, dass die Bundesförderung für ein Jahr festgelegt sei und eine Verpflichtung für kommende Jahre nicht sicher ist. Zudem teilte er mit, dass bereits ein Gespräch mit einer potenziellen Beraterin stattgefunden hat, die die Stelle im kommenden Jahr antreten könnte.
Zeitvertrag schwierig
Auf Anfrage von Martin King bestätigte er, dass die Landesförderung als Obergrenze festgelegt und keine höhere Förderung machbar sei. Zudem bestätigte Villinger, dass die Einstufung, sofern die Vorbildung vorhanden sei, in der Entgeltgruppe S 12 vorzunehmen sei.
Stefan Weinmann konnte der Neuschaffung der Stelle grundsätzlich zustimmen. Für ihn stelle sich die Frage, ob ein Zeitvertrag abgeschlossen werden solle. Bürgermeister Jürgen Leichtle gab zu bedenken, dass eine unbefristete Anstellung gewünscht sei und dass ansonsten die Stelle kaum besetzbar sei.
Auf Anfrage von Britta Schondelmaier bestätigte Sandra Winterhalter, dass für die Schulsozialarbeit kaum eigene Räume notwendig seien. Schulsozialarbeit finde in großem Umfang in den jeweiligen Klassenzimmern statt, aber auch ansonsten sei das Platzangebot in den Schulgebäuden völlig ausreichend.
Der Gemeinderat beschloss vorbehaltlich der Finanzierung im Haushalt 2025 die Schaffung einer Stelle in der Schulsozialarbeit mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent zum 1. Mai.