Schramberger vor Gericht: Fast alle Verhandlungen abgesagt

Gleich mehrere Verhandlungen fanden nicht statt.
WegnerEigentlich waren fünf Verhandlungen mit Verfahren aus dem Schramberger Raum beim Amtsgericht in Oberndorf an diesem Tag angesetzt – doch nachdem insgesamt drei – gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und Vortäuschen einer Straftat – abgesagt worden waren und zudem ein Angeklagter nicht erschienen war, war, nachdem bei einem weiteren zu Prozessbeginn auch niemand erschienen war, fraglich, ob die Staatsanwältin an diesem Tag „leer ausgehen“ würde, wie der Richter anmerkte.
Doch die Gerichtsschreiberin war sich sicher – der Angeklagte komme noch, bei einem früheren Verfahren, das mit Freispruch geendet habe, sei er auch dagewesen.
Also heißt es erst einmal warten – und aus dem Fenster des Gerichtssaals spähen, ob sich etwas tut. Und tatsächlich, Angeklagter mit Anwalt war schon an dem passenden auswärtigen Kennzeichen zu vermuten – und nachdem sie sich durch die an diesem Tage kaum zu öffnende Eingangstür des Gerichts begeben hatten, konnte nach kurzer Besprechung mit einer Viertelstunde Verspätung zumindest diese Verhandlung beginnen.
Einspruch verworfen
Beim Fall zuvor, einem Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen Betrugs, hat sich übrigens der Angeklagte selbst zuzuschreiben, dass dieser verworfen wurde. Das Schreiben sei zwar frist- und formgerecht eingegangen, doch wegen Abwesenheit des Antragsstellers wurde er vom Gericht abgelehnt. Damit ist und bleibt er gültig. Denn es habe keine Entschuldigung gegeben und er habe sich auch nicht durch einen Rechtsbeistand vertreten lassen.