Schramberger Kanalfahrer: Kapitäne feiern „sensationelle Bach-na-Fahrt“

Beste Stimmung gab es in der „Szene 64“ bei der „Nacht der Kapitäne“ mit der Freiburger Band Rabazz.
Martina BaumgartnerDen Feiernden wurde zunächst die große Ehre eines Brezelsegens durch Hansel, Narro, Da-Bach-na-Fahrer und Brüele zuteil und spätestens ab da waren alle im Ballsaal ganz im Glück.
Zum Auftakt der Siegerehrung der Kapitäne mit ihren Zubern gab’s ein Loblied auf Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, die gemeinsam mit Tobias Kuhner ihre erste Bach-na-Fahrt im „Rathausdrachen“-Zuber „furztrocke“ bestritten hatte: „Heidenei, jetzt halt dich fest, jetzt tut sie kräftig schreie. Der Zuber dreht sich drumherum, die Doro isch am Keie. Alle gumped umanand, the Rossgumpe isch am bäbe. Doro!, mir han gsagt, du sollscht di häbe!“, hatte Andreas Hafner den Refrain gedichtet und auch die Stadtchefin sang mit.
Spannende Bekanntgabe
Kuhner und der Sprecher der Bach-na-Fahrer, Tobias Wernz, sowie Zunftmeister Tobias Dold machten es spannend um die Bewertung und Sieger der diesjährigen Teams und ehrten zunächst bewährte Bach-na-Fahrer.
Ein „Zuberehepaar“
Bereits zum zehnten Mal bewältigten Tobias Maurer und das „Zuberehepaar“ Jörg Irion und Andreas Bantle den Stapellauf über die Rampe in die Wellen. Sie erinnerten sich gerne an ihre jeweils ersten Motto-Zuber mit „SWR3-Elch und weg – Bach na Fahrt“ (2008) sowie „Jägermeister“ (2010). Cindy Wiedmaier wurde zunächst aller Zehneranwärterin vergessen, doch später umso herzlichen gekürt.
Zum 25. Mal in den Wellen
Stephanie und Andreas Hafner hatten sogar das 25. Mal den „Kanal-voll“.
Per App bewertet
Eine Jury von erfahrenen Bach-na-Fahrern bewertete bereits beim Eintrudeln der Zuber bespielsweise die Qualität, Fahrtauglichkeit, Fantasie und Aufwand und später natürlich auch die Performance und Interaktion mit den Zuschauern entlang des Kirchbachs. Dabei wurden Punkte via digitaler App verteilt und die Sieger berechnet.
Von denen kürte das Dreigestirn Kuhner, Wernz und Dold zunächst den fünften Platz mit Rolf Bouchama und Michael Rauch, die mit ihrem „Kuckucksuhr“-Zuber 136 Punkte einfuhren. Dicht gefolgt von Georg Haas und Jörg Fehrenbacher auf Platz vier als „Don Quichote und Sancho Pansa im Kampf gegen Windmühlen“ mit 137 Punkten.
Band heizt in der Szene ein
Die Stimmung bei der Nacht der Kapitäne im der als „Hard-Rock-Café“ dekorierte Szene 64 in der Geißhalde wurde durch die Freiburger Cover-Rock Band „Rabazz“ bestens angeheizt, die mit ihrem schweißtreibendem Stilmix aus Hardrock-Klassikern, Heavy-Metal-Nummern und Punksongs wilde Narren und sogar das „Bach-na-Ballett“ auf die Tanzfläche lockte.

Das „Männerballett mit Frauen“
Foto: BaumgartnerNach einer Laune machenden Zauberervorstellung und einem Kurzbesuch aus Mallorca von Ikke Hüftgold, der mit Party-Hits wie „Lampe aus den 70ern“, begeisterte, kamen die Stars des Abends zu Ehren: Den dritten Platz holten sich Martin Kuhner und Tobias Maurer mit 139 Punkten für i „Fasnet First“. Mit 150 Punkten setzte sich Platz zwei und Team „Wasteland Schramberg“ mit Achim Schaub und Sven Kindler ab.

Gebannt verfolgten die Anwesenden die Künste eines Magiers.
Foto: BaumgartnerDann kam‘s „batschnass“, als der „Das Märchen vom Froschkönig“-Zuber und Tobias Profft sowie Rainer Fader mit 157 Punkten den High-Score brachen.
Die Sieger bereiteten dem Publikum ein Champagner-Bad und keiner blieb „furztrocke“.