Schramberg
: Je nach Angebot floriert das Geschäft

Bildung: Viele Unternehmen freuen sich über zahlreiche Käufer / Auch die Lage kann ein Erfolgskriterium sein
Von
Joshua Weigold, Lasse Lamprecht und Stephan Wegner
Oberndorf
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Schmuck für alle Gelegenheiten stellt "die Perle" her. Gerne wird dieser auch bei Hochzeiten verwendet. Fotos: Yannick Wegner, Stephan Wegner

Schwarzwälder Bote

Zu einem funktionierenden Staat gehört auch eine funktionierende Wirtschaft. Dazu unternehmen die Schüler beim Projekt "Schule als Staats" am Gymnasium so einiges.

Schramberg. Es gibt bei der "Berneckküste" – genauso wie in der echten Wirtschaftswelt- Unternehmen, die florieren, und andere, die Probleme haben zu überleben und ihre Mitarbeiter zu bezahlen.

Erfolg hat beispielsweise "Mr Crêpes" an einem Stand, ideal am Eingang zum Schulhaus gelegen. Dort gibt es süße, aber auch salzige Crêpes. "Meine Mutter macht das immer, deshalb kam ich auf die Idee zu dieser Auflage", sagt der Elftklässler Julian Herzog, der dafür Speck würfelt, Zwiebeln schält und Champions in Scheiben schneidet, um sie anschließend mit Sahne köcheln zu lassen. "Gemeinsam" seien die Beteiligten auf die Idee zu "Mr. Crêpes" gekommen – und sie sehen sich alle als "einfache Mitarbeiter". Allerdings, so gibt er zu, liege das Arbeitspensum bei deutlich mehr als vier Stunden. Die Alternative zu süßen Crêpes, die auch angeboten würden, komme sehr gut an, und so macht die Arbeit im Freien unter den Arkaden auch viel Spaß – und der Erfolg gibt ihnen Recht.

Nicht ganz zufrieden mit seiner Lage war dafür zunächst Firmengründer Marc Finkbeiner von der "Burgerküste". Da sie braten und frittieren, war es nicht möglich, den Betrieb an einer Stelle unterzubringen, wo Rauchmelder Alarm auslösen können. Und so landeten sie etwas abgeschieden zwischen Mensa und Sporthalle. Dieser Standort sei zunächst ihr größtes Problem gewesen, sagt Finkbeiner, der zusammen mit seinen Klassenkameraden Moritz Bargenda, Fabian Zehnder und Morris Winterhalter von der 7d die "Burgerküste" gegründet hat. Insgesamt neun Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig, das neben Burgern in verschiedenen Variationen auch Pommes anbietet. Und alle Schulden waren schnell abbezahlt. Die eigentliche Idee war ein Sandwich-Laden gewesen, doch Finkbeiner glaubte später, dass sich Burger besser verkaufen ließen. Tomaten und Salat werden frisch über das Warenlager jeden Tag nach Bestellung in lokalen Geschäften geliefert.

Ganze 20 Berneckmark in drei Tagen haben dagegen die Lennart Becker, Till Hess, Ekin Baca und Johannes Hafner mit ihrer Gagidee, eine "Versicherung für irgendetwas" zu verkaufen, verdient. Auch mit einem Reisebüro hätten sie keinen Erfolg gehabt, meinen sie schmunzelnd. Dafür nahmen sie dann aber schnell das Angebot eines Lehrers an, seine Bibliothek aufzuräumen. Falls er damit je nicht zufrieden sein sollte: Er hatte zuvor zur Sicherheit bei dem Schülerquartett eine Versicherung abgeschlossen.

Eltern, Geschwister und alle Interessierten können die "Schule als Staat" heute, Samstag, 21. Juli, ab 11 Uhr besuchen – zum Miterleben, Zuschauen, Einkaufen, Essen, Trinken oder Chillen. Um 15 Uhr beginnt das Abschlusskonzert. Geplant sind Auftritte von Streichern, Bigband, Tanzgruppen, Showfinalisten und der Chor AG.

Visumsgebühr und Zwangsumtausch betragen zusammen vier Euro, ermäßigt zwei.

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