Ruhestand: Schramberger Arzt Peter Heinrich verlässt das Medzentrum

Im Schramberger Medzentrum steht ein Auszug an. Denn HNO-Arzt Peter Heinrich geht in den Ruhestand.
FritschePeter Heinrich, in Schramberg aufgewachsen, promovierter Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, geht in den Ruhestand.
Am 13. Juni ist die Praxis zum letzten Mal geöffnet. Die Suche nach einem Nachfolger blieb ohne Erfolg. Schramberger mit Beschwerden im HNO-Bereich werden für eine Untersuchung und Behandlung zum Beispiel nach Oberndorf und Rottweil oder auch Villingen-Schwenningen, Freudenstadt und Hausach fahren müssen und hoffen, bei den dortigen HNO-Praxen einen Termin zu bekommen.
Er selbst, sagte Heinrich bei einem früheren Termin mit unserer Redaktion vor Ort in seiner Praxis, habe auch schon Patienten aus dem Raum St. Georgen, Triberg und Furtwangen aufgenommen, als die entsprechende Praxis in der dortigen Region schloss.
„Kein attraktives Umfeld für mögliche Kandidaten“
Dass für eine Stadt wie Schramberg eine Nachfolgeregelung kein Selbstläufer sein würde, war klar. „Schramberg hat keinen Bahnhof, kein großes Kino, keine gute ÖPNV-Anbindung, kein attraktives Umfeld für mögliche Kandidaten“, habe eine Pharmareferentin einmal ihm gegenüber aufgezählt.
Erschwerte Wiederbesetzung von Einzelpraxen
Eine Wiederbesetzung klassischer Einzelpraxen sei auch deshalb nicht einfach, so Heinrich, weil in den letzten Jahren mehrheitlich Frauen Medizin studieren. Diese wollten Familie und Beruf in größeren Behandlungszentren besser verbinden können, als es in Einzelpraxen möglich ist.
Heinrich, der von 1999 bis 2019 für die Freien Wähler Mitglied im Schramberger Gemeinderat war, hat in Erwartung einer schwierigen Nachbesetzung schon vor drei Jahren seine Stadtratskollegen darüber informiert, dass er 2025 in den Ruhestand gehen werde.
Im kommenden Ruhestand freut er sich auf Reisen in Europa mit seiner Frau sowie auf Besuche bei den drei inzwischen erwachsenen Kindern und deren Familien in Köln und Berlin.