Rückblick auf vergangene Zeit: Als Tennenbronn reichlich Schnee hatte

Dicht gedrängt lauschen die Zuhörer dem Vortrag zu vergangenen Wintern in Tennenbronn.
HeimathausBei den Zuhörern weckte der Vortrag die Erinnerung an besonders schöne weiße, aber auch harte Winter. Der Vortrag fand am Sonntag statt. Der Besucherandrang übertraf alle Erwartungen, die Stuhlreihen im Vortragsraum waren ausnahmslos besetzt und auch die Stehplätze wurden knapp.
Alfred Moosmann präsentierte am großen Monitor Fotos vom verschneiten Dorf Tennenbronn – diese erstreckten sich über die Jahrzehnte von 1900 bis heute.
Vermehrte Winterstürme
Zudem hatte er Informationen zu den klimatischen Bedingungen und den „Jahrhundert-Wintern“ gesammelt und schilderte sie passend dazu. So ging er auf das Ende der „kleinen Eiszeit“ am Ende des 19. Jahrhunderts ein, außerdem auf die trotzdem deutlich kälteren und schneereichen Winter in den 1900er Jahren, bis hin zum spürbaren Klimawandel in jüngerer Zeit mit meist nur noch kurzzeitig dünnen Schneedecken und vermehrten Winterstürmen.
Probleme in harten Wintern
Welche Probleme und Einschränkungen die harten Winter für die Tennenbronner im Dorf und in den verstreuten Zinken mit sich brachten, bildete den zweiten Abschnitt des Vortrags. Moosmann ging auf das Räumen mit Bahnschlitten und Schaufeln ein. Daneben schilderte er beschwerliche Wege zur Arbeit, Schule und zu Besorgungen. Ferner ging Moosmann auf Schneebruch, Stromausfälle, eisglatte Straßen und Schneeverwehungen und vieles mehr ein.
Die schönen Seiten der schneereichen Winter kamen im Vortrag trotzdem nicht zu kurz. Moosmann gab fotografische Einblicke ins Schlittschuhlaufen, Skispringen, Skilaufen und Rodeln. Damals gab es einen Eisweiher, eine Sprungschanze und mehrere Skilifte. Man konnte Ausrüstung für den Wintersport im Dorf kaufen, und auch angesagte Wintermode. Die warmen und schneearmen Winter seit den 1990er Jahren machten dem Wintersport in Tennenbronn aber zunehmend den Garaus. „Mehr Schnee – so wie früher – das werden wir wohl nicht mehr erleben.“, hieß es abschließend.