Reiseveranstalter aus Schenkenzell: Religionslehrer reisen in die Mongolei

Die Religionslehrer reiten bei ihrer Bildungsreise in der Mongolei auch auf Kamelen.
Reiner LehmannDie Mongolei überzeugte die Religionspädagogen dabei laut Mitteilung mit ihrer „unendlichen Weite, spirituellen Tiefe und stiller Kraft“.
Reiseleiter Reiner Lehmann, ansonsten von Haus aus Diakon und Schuldekan, führt schon seit vielen Jahren derartige Fortbildungsreisen für Religionslehrer durch.
Die Reise war Teil einer langjährigen Reihe von Studienfahrten, die bereits nach Syrien, Indien, Georgien, Jordanien, Armenien, Rumänien, Äthiopien, Kuba und Polen geführt haben.
„Uns geht es um mehr als Horizonterweiterung – wir suchen den gelebten Glauben in anderen Kulturen, das authentische Gespräch zwischen Religionen, das, was den Unterricht lebendig macht“, teilt Diakon Lehmann zum Hintergrund der Veranstaltung mit.
„Wir wollen den Religionsunterricht nicht nur aus Büchern denken, sondern aus der Wirklichkeit – im Gespräch mit lebendiger Religion“, so der Schuldekan. Ziel sei es, die pädagogische Arbeit an Schulen zu bereichern und globales, interreligiöses Lernen zu fördern.
Übernachten in Jurten
Ein besonderes Erlebnis dieser Reise war das Übernachten in traditionellen Jurten, den Rundzelten der mongolischen Nomaden.
Inmitten der Steppe, weit entfernt von Städten oder digitaler Erreichbarkeit, erlebte die Gruppe eine für viele ungewohnte Einfachheit – und genau darin „eine unerwartete Tiefe“.
„Die Stille war nicht leer, sie war erfüllt vom Wind, vom Feuer, von einem Gefühl von Verbundenheit mit der Welt“, berichtet eine Teilnehmerin.
In Gesprächen mit buddhistischen Mönchen und Nonnen, und einheimischen Familien erlebte die Gruppe, wie religiöse Identität in der Mongolei sowohl getragen wird von alten Traditionen als auch offen ist für neue Wege.
Ganzheitliches Bildungsverständnis
Diakon Lehmann verfolgt mit dieser jährlich stattfindenden Reise ein bewusst ganzheitliches Bildungsverständnis: „Was im Klassenzimmer oft Theorie bleibt – Religion, Kultur, Geschichte – wird auf solchen Reisen spürbar, hörbar, verstehbar.“
Lehmann hofft, dass die Erlebnisse der Religionslehrer auch in deren Religionsunterricht einfließen.
Kommendes Jahr führt die Reise übrigens nach Irland.