Podium Kunst in Schramberg: Anina Gröger malt mit dem Körper

Anina Gröger malt ohne Werkzeuge mit den bloßen Händen himmlische Bilder als flüchtige Momente
Podium KunstAnina Grögers Bilder sind laut Mitteilung nicht Ergebnis eines vorgefassten Konzepts, sondern entstehen als „work in progress“. Weder die Farbe noch die daraus entstehenden Formationen sind im Voraus festgelegt. Das Bild entwickelt sich in einem konzentrierten, langsamen Schaffensprozess, der bis zum Schluss offen für Veränderungen bleibt.
Die vermeintlich lockere, leichte und spontane Art des Farbauftrags ist tatsächlich einem Akt höchster Konzentration und intensiven Körpereinsatzes entsprungen. Sie verreibt die Farben, ein Öl / Eitempera-Gemisch, ausschließlich mit der Hand, ein höchst unkonventioneller und zugleich sehr ursprünglicher Akt des Malens. Das heißt, sie bedient sich keiner Hilfsmittel, sondern malt im wahrsten Sinne „mit dem Körper“.
Diese besondere Herangehensweise spiegelt eine starke Facette des Zeitgeistes in der heutigen Kunst wider, und hat Podium Kunst bewogen die Künstlerin für eine Einzelausstellung nach Schramberg einzuladen.
Kunsthistorikerin Susanne Ramm-Weber führt in die besondere Bildwelt der Künstlerin ein und gibt spannende Einblicke in ihre unkonventionelle Malweise.
Das Begleitprogramm
Die Ausstellung wird von einem vielseitigen Begleitprogramm umrahmt: Am Sonntag, 6. April, 15 Uhr liest der Lyriker Walle Sayer aus seinen Werken – ein literarischer Genuss, der sich wunderbar mit den Bildwelten der Künstlerin verbindet.
Den krönenden Abschluss bildet die Finissage am Sonntag, 20. April, 15 Uhr, bei der Anina Gröger persönlich durch die Ausstellung führt und spannende Einblicke in ihre Kunst gewährt.
Der Eintritt zur Vernissage, zur Ausstellung und dem Begleitprogramm ist frei und für alle zugänglich.
Vita
Anina Gröger,
geboren 1958 in Pforzheim, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste sowie Romanistik an der Universität Stuttgart. Seit 1986 ist sie freischaffend tätig und Mitglied in mehreren renommierten Kunstvereinigungen.