Oldtimerfreunde Schramberg
: Eine Vielfalt an Fasnetsmarionetten entdeckt

Die Oldtimerfreunde Schramberg trafen sich jüngst zur ersten Ausfahrt des Jahres durch das Kinzigtal.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Oldtimerfreunde Schramberg. besuchen das Narrenmuseum Ortenberg.

Sonja Mendel

Treffpunkt war der Parkplatz bei der Freizeitanlage Biesle Halbmeil.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit einer bunten Palette an Oldtimern der Marken BMW, Mercedes, Ford, Opel, Porsche, Triumpf und VW von Halbmeil nach Ortenberg zum Narrenmuseum.

Bei einer interessanten Führung durch Gunther Seckinger wurde den Teilnehmern erläutert, wie es zu dem Museum kam. Museumsinitiator Peter Scharte bekam eine „Lehrer“-Marionette geschenkt, dazu sollten sich weitere drei bis vier Marionetten gesellen, um eine Ecke im Esszimmer zu dekorieren. Sollte es ein Bäcker, Förster oder Winzer sein? Da der hohe Kaufpreis die Beschaffung nicht zuließ, war Selbstbau angesagt.

Noch in der Planungsphase kam aus dem Kreis der Familie der Vorschlag, mit einer Fasnets-Marionette zu beginnen. Die Narren-Maske in Miniatur könnte bei einer Zunft als sogenannte Sammlermaske bezogen werden. Gesagt, getan. Um das „Kleidle“ der Marionette maßstabs- und farbgetreu anzufertigen, wurde als Vorlage ein Orginal-Häs von einem Freund ausgeliehen.

Einrichtung 2012

Als die Marionette fertig, am Spielkreuz hing, war alles zur Zufriedenheit bis auf die gekaufte Maske. Die Maske war zu klein, die Maskenzüge zu wenig ausgebildet und zu grell bemalt. Um dem gesteckten Ziel eine möglichst detailgetreue verkleinerte Narrengestalt nachzubilden, musste die Maske also selbst hergestellt werden. Die Miniaturmaske in Holz herzustellen wurde verworfen. Ein Test mit einer luftaushärtenden Modelliermasse war erfolgreich.

Das Anmalen mit Wasserfarben bereitete kein Problem. Seit Dreikönig 2012 hat die Gemeinde Ortenberg Scharte die Räumlichkeiten im „Alten Schulhaus“ für eine Dauerausstellung überlassen. Damit ging für Scharte ein großer Traum in Erfüllung – ein eigenes Museum für seine Fasnetsmarionetten. Alle 200 Marionetten sind nun ganzjährig ausgestellt.

Ausprobiertes Schnitzen

Neben den Marionetten werden auch eine große Anzahl an Original-Requisiten wie Neck-, Lärm- und Symbolgeräten präsentiert. Also Saubloder, Streckschere, Rätsche, Klepper, Rassel, Glocken und Korkenzieher. Dazu hat Wolfgang Vollmer seine Maskenschnitzer-Werkstatt in den Räumlichkeiten untergebracht und schnitzte für die Besucher Larven, ließ aber auch die Gäste selbst am Schnitzmesser probieren.

Nach der Führung ging die Fahrt weiter über Ohlsbach, Gengenbach, Schönberg, Biberach, Bollenbach, Fischerbach , Hausach nach Gutach zum Abschluss des erlebnisreichen Tages bei Familie Müllerleile im „Rommelehof“.

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