Nachruf auf Edwin Klausmann
: Ein profunder Kenner der Tennenbronner Geschichte

Zahlreiche Trauergäste erwiesen dem jüngst Verstorbenen Edwin Klausmann aus Tennenbronn die letzte Ehre.
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(red/pm)
Oberndorf
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Edwin Klausmann bei einem Auftritt im Heimathaus mit Ziehharmonika im Jahr 2012. (Archivbild)

Ziechaus

Die wie sonst nur an Weihnachten gefüllten Bänke der katholischen Kirche und die Menschenmenge auf dem Friedhof ließen erkennen, dass am 14. November ein besonderer Bürger Tennenbronns zu Grabe getragen wurde.

Der im Alter von 87 Jahren verstorbene Alt-Bauer vom Josenhof, Edwin Klausmann, hatte zu Lebzeiten vielerlei gesellschaftliche und ehrenamtliche Funktionen inne, die ihm Bekanntheit und Anerkennung in der gesamten Bevölkerung verschafften.

Die Verdienste von Edwin Klausmann für das Tennenbronner Heimathaus würdigte der Ehrenvorsitzende Robert Hermann in einem Nachruf vor dem Beginn des Trauergottesdienstes.

Von Anfang an beim Heimathaus dabei

Edwin Klausmann war von Anfang an ununterbrochen dabei und Weggefährte der Projektgruppe seit der Gründung im Jahr 2008. Die Liste aller Leistungen, die er seither für die Heimatgeschichte erbrachte, wäre zu lang für dieses Gedenken. Die Geschichte der Tennenbronner Höfe und ihrer Besitzer war sein besonderes Interessens- und Wissensgebiet.

Bei Heimathaus-Vortrag über den Zinken Gersbach vor rund einem Monat stammte ein Großteil der vielbeachteten Ahnentafeln aus seinen Aufzeichnungen.

Großes historisches Wissen

Seine Thementage und Vorträge zur Land- und Forstwirtschaft waren ebenso authentisch wie sein Mitwirken beim Erstellen der interaktiven Höfekarte und der Einrichtung des Dachgeschosses im Heimathaus zur Höfegeschichte.

Im Hintergrund brachte Edwin Klausmann sein fundiertes Können ein und digitalisierte über tausend alte Glasplattenbilder.

Als „sein Lebenswerk“ bezeichnete Edwin Klausmann die Veröffentlichung der über 600 Jahre zurückreichenden Geschichte seines Josenhofes in einem Buch, das er zu Weihnachten 2022 herausbrachte.

Wichtiger Ansprechpartner

Trotz zunehmender gesundheitlicher Probleme nahm er an den Sitzungen und Veranstaltungen des Heimathauses weiterhin Teil und blieb ein wichtiger Ansprechpartner.

Große Lücke gerissen

Obwohl er seiner Nachwelt reiches Archivmaterial hinterlässt, bedeutet der Abschied von Edwin Klausmann, der das alte Tennenbronn seit dem zweiten Weltkrieg kannte und davon berichten konnte, im Heimathaus und in der Gemeinde Tennenbronn eine große Lücke.

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