Mobilität in Schramberg
: Wenn jede Minute zählt

Wie lassen sich Tempo-30-Zonen mit einer verlässlichen Busanbindung vereinbaren? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde im Rathaus.
Von
red/pm
Schramberg
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Stadtverwaltung Rathaus Besuch

Von links: Martin Schiefelbusch (NVBW), Susanne Gwosch (Stadtverwaltung), Veronika Schneider (Stadtverwaltung), Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Michael Öhmann (Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg), Eugen Göller (Bürgerbus Schramberg e.V.) und Joschka Joos (Stadtverwaltung)

Stadt Schramberg
  • Schramberg ringt um Tempo 30 und verlässliche Regiobus-Anbindung am Busbahnhof.
  • Land und NVBW sehen Zielkonflikt: Lärm- und Gesundheitsschutz gegen Anschlusssicherung.
  • Risiko laut Ministerium: Durch Tempo 30 könnten Anschlüsse nach Rottweil und in Schramberg wackeln.
  • Projekt in Aussicht: Stadt kann mit Landkreis Tempo-30-Auswirkungen und Busbeschleunigung prüfen.
  • Bewerbung für das Projekt soll noch im Sommer 2026 möglich sein – Bürgerbus gilt als Erfolgsmodell.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vertreter des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) haben kürzlich Schramberg besucht. Nach einer Fahrt mit dem Bürgerbus trafen sie sich mit Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr sowie Mitarbeitenden der Stadtverwaltung im Rathaus. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen laut Mitteilung aktuelle Mobilitätsthemen in Schramberg. Ein zentrales Thema war der Lärmaktionsplan und die Frage, wie die Stadt Tempo-30-Zonen umsetzen kann, ohne den Regiobushalt am Schramberger Busbahnhof zu gefährden.

Schutz vor Lärm

Der Lärmaktionsplan sieht Tempo-30-Zonen vor, um Menschen besser vor Verkehrslärm zu schützen. Gleichzeitig sieht das Landratsamt durch diese Geschwindigkeitsreduzierungen den Regiobushalt am Schramberger Busbahnhof gefährdet. Für die Stadt hat der Halt eine große Bedeutung, weil er Schramberg gut an den regionalen Busverkehr anbindet.
Michael Öhmann, Referatsleiter im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, und Martin Schiefelbusch von der NVBW, zeigten sich mit der Situation bereits vertraut. Michael Öhmann machte deutlich, dass hier unterschiedliche Ziele aufeinandertreffen: der Lärm- und Gesundheitsschutz auf der einen Seite und die gute und verlässliche Anbindung an den ÖPNV mit Regiobussen auf der anderen Seite. Durch Tempo 30 bestünde das Risiko, dass der ohnehin knapp bemessene Anschluss der Regiobusse an den Schienenverkehr in Rottweil und insbesondere in Schiltach nicht mehr erreicht werden könnten.

Projektteilnahme

Zugleich stellte Öhmann eine mögliche Perspektive vor. Schramberg könne sich an einem vom Ministerium geplanten Projekt beteiligen, bei dem die konkreten Auswirkungen von Tempo 30 auf die Fahrzeit der gesamten Buslinie beziehungsweise die konkreten Verzögerungen auf der Linie und die damit verbundene Anschlussstabilität untersucht werden sollen. Bei dem Projekt sollen auch Maßnahmen der Busbeschleunigung entlang der gesamten Buslinien identifiziert werden. Für die Teilnahme an einem solchen Projekt könne sich Schramberg gemeinsam mit dem für den Busverkehr zuständigen Landkreis bewerben. Nach Einschätzung des Ministeriums könnte das Projekt Schramberg dabei helfen, Tempo-30-Zonen einzuführen und zugleich die Anschlussstabilität des Regiobusses an die Schiene erhalten. Zur Zeitschiene äußerte sich Öhmann zurückhaltend, kündigte jedoch an, dass eine verbindliche Bewerbung um eine Teilnahme am Projekt noch im Sommer 2026 möglich sein solle.

Im Bürgerbus unterwegs

Vor dem Gespräch im Rathaus hatten die Gäste gemeinsam mit Eugen Göller, dem Vorsitzenden des Bürgerbus Schramberg e.V., eine Fahrt mit dem Bürgerbus unternommen. Dabei konnten sie sich vor Ort ein Bild davon machen, welche Bedeutung der Bürgerbus für die Mobilität der Menschen in Schramberg hat.

Alle Teilnehmenden waren sich laut Mitteilung einig, dass der Bürgerbus in Schramberg ein Erfolgsmodell ist. Dorothee Eisenlohr dankte dem Ministerium nochmals für den Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro zur Anschaffung des neuen Busses. Außerdem dankte sie dem Vorsitzenden Eugen Göller und Beisitzer Willi Herzog sowie allen Engagierten im Verein für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz.

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