Konzert in Heiligenbronn
: Mariengesänge eines blinden Komponisten erklingen

Das Reger Vokalensemble trat im Kloster Heiligenbronn auf.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Reger Vokalensemble tritt in Heiligenbronn auf.

Kloster Heiligenbronn

„Dass ich 89 Jahre alt werden muss, um ein solch fantastisches Konzert zu erleben.“, sagte einer der Teilnehmerinnen begeistert beim Konzertbesuch.

Das Reger Vokalensemble aus Ulm stand beim Auftritt im Kloster Heiligenbronn unter der Leitung von Andreas Weil. Generaloberin Schwester Dorothea begrüßte das Ensemble und die beiden Komponisten: Peter Planyavsky aus Wien und Benjamin Lang aus Rostock.

Sie erklärte, weshalb ein so hochkarätiges Konzert in der Heiligenbronner Wallfahrtskirche stattfindet. Mit Andreas Weil ist das Kloster nämlich schon länger verbunden. Seine Tante, Schwester Franziska, lebt hier. Eine weitere Verbindung gibt es über den blinden Komponisten Max Gräter, der in Ulm geboren ist und zu dem Andreas Weil einen Artikel zu dessen Schaffen in einer Fachzeitschrift veröffentlicht hat.

Der Chor trat gleich zweimal auf: Er sang am Samstagabend ein Konzert und gestaltete am Sonntagmorgen den Gottesdienst mit.

Auf dem Konzertprogramm standen im ersten Teil Werke von Max Reger und William Byrd.

Im Zentrum des zweiten Teiles standen unterschiedliche Vertonungen von Versen aus Psalm 118.

Eigens für dieses Konzert vertonten Peter Planyavsky aus Wien und Benjamin Lang aus Rostock einige Verse auf höchst unterschiedliche Art, die von Versen von Heinrich Schütz flankiert wurden.

Vorstellung von Psalm 118

Beide Komponisten waren anwesend und wirkten bei den Aufführungen ihrer Stücke mit; Planyavsky spielte die Orgel und Lang dirigierte sein Stück selbst. In diesen beiden Kompositionen wurde der Psalm 118 eindrücklich und lebendig den Zuhörenden vorgestellt.

Im letzten Abschnitt kamen zwei Mariengesänge des blinden in Heiligenbronn lebenden Komponisten und Organisten Max Gräter zur Aufführung sowie eine eindrucksvolle Vertonung des Sonnengesanges des Heiligen Franz von Assisi aus der Feder von Peter Planyavsky. Am Sonntagmorgen sang das Vokalensemble Stücke von Gräter und Planyavsky, der auch die Orgel spielte.

Beide Beiträge wurden vom Publikum mit langanhaltendem Applaus bedacht.

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