Kinderhaus in Aichhalden
: Erste Kinderkrippe im neuen Anbau soll im Dezember in Betrieb gehen

Die Gemeinde kann in beiden Betreuungseinrichtungen den Rechtsanspruch für einen Kindergartenplatz ab dem dritten Lebensjahr erfüllen. Die Betriebskosten sind erneut gestiegen.
Von
Lothar Herzog
Oberndorf
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Der Anbau ans Kinderhaus Aichhalden ist schon weit fortgeschritten. Im Dezember 2025 soll eine erste Kinderkrippe in Betrieb gehen, dies wäre dann die dritte im Kinderhaus.

Herzog

Der in der Sitzung des Gemeinderats vorgestellte Bedarfsplan für das Kindergartenjahr 2025/2026 ergab, dass im Kinderhaus Aichhalden von den 123 zur Verfügung stehenden Betreuungsplätzen für Ü3-Kinder (über drei Jahre bis Schuleintritt) noch zehn frei verfügbar sind. Der Rechtsanspruch ist somit gesichert. Die beiden Krippengruppen mit jeweils zehn Plätzen sind voll belegt.

Nach Auskunft von Bürgermeister Michael Lehrer kann voraussichtlich im Dezember dieses Jahres der Anbau mit zwei weiteren Kinderkrippen in Betrieb genommen werden. Vorerst wolle man jedoch mit nur einer Gruppe starten, da der vorhandene Bedarf dadurch gedeckt werden könne, gab der Bürgermeister bekannt.

Im Kindergarten Rötenberg sind von den 81 vorhandenen Plätze für Ü3-Kinder ab dem neuen Kindergartenjahr fünf nicht belegt, auch hier erfüllt die Gemeinde den Rechtsanspruch. Für die U3-Betreuung (Kinder unter drei Jahre) sind von 20 angebotenen Plätzen noch sieben frei. In beiden Einrichtungen rechnet die Kommune basierend auf der Geburtenstatistik mit zurückgehenden Kinderzahlen in den Jahren 2027 und 2028.

Elternbeiträge steigen

Die Elternbeiträge indes werden zum neuen Kindergartenjahr um 7,3 Prozent steigen. Wie Lehrer erinnerte, haben die kommunalen Spitzenverbände und die kirchlichen Träger vor einem Jahr eine Erhöhung der Elternbeiträge für das Kindergartenjahr 2024/2025 von 7,5 Prozent und für 2025/2026 um weitere 7,3 Prozent empfohlen. Dieser Vorgabe seien die Kirchengemeinderäte gefolgt. Begründet worden seien die Erhöhungen für diese beiden Jahre mit den allgemeinen sowie rückwirkend für die tariflichen Kostensteigerungen, erläuterte der Bürgermeister.

Höhere Betriebskosten

Wie die Übersicht über die Betriebskosten ergab, stiegen diese beim Kinderhaus Aichhalden im Jahr 2024 auf 1,542 Millionen Euro. Dies waren 172 000 Euro mehr als 2023. Kommune und Land übernahmen jeweils rund 590 000 Euro oder umgerechnet je 38,3 Prozent. Durch Elternbeiträge wurden 14,17 Prozent der Kosten gedeckt, die katholische Kirche als Träger steuerte 4,18 Prozent bei. Auch der Abmangel stieg von 1,112 Millionen Euro in 2023 auf 1,246 Millionen Euro, somit um 134 000 Euro.

Beim Kindergarten Rötenberg summierten sich die Betriebskosten auf 883 000 Euro, was eine Steigerung gegenüber 2023 von „nur“ 935 Euro ergibt. Die Gemeinde und das Land beteiligten sich mit jeweils 364 000 Euro an den Kosten und entspricht 41,2 Prozent. Die Quote durch die Elternbeiträge lag bei 14,39 Prozent, die des evangelischen Kirchenträgers bei 1,39 Prozent. Der Abmangel, der seit 2019 kontinuierlich gestiegen war, ermäßigte sich gegenüber dem Vorjahr um 31 650 Euro auf rund 740 000 Euro.

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