Kikeriki-Wettstreit in Schramberg
: Welcher Hahn entscheidet das Wettkrähen für sich?

Beim 48. Wettkrähen auf dem Raustein in der Berneck krähten wieder mehr Hähne von mehr Züchtern als in den vergangenen Jahren.
Von
Christoph Ziechaus
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Alexander Zinell mit den Siegern im Krähwettkampf (von links): der Zweite Matthias Hartmann, Siegerin Julia Haas und der Dritte Hendrik Morgenbrodt

Ziechaus

An diesem Augustwochenende reichten die üblichen 30 Käfige für die Kräher nicht aus, und der Geflügelzuchtverein Schramberg musste kurzfristig aufstocken.

Am Ende waren 37 Käfige mit großen und kleinen Hähnen von fast 30 Züchtern belegt, und die Guller waren beim Anstieg auf den Sportplatz auch deutlich zu hören. Vielleicht animierten die frischeren Temperaturen auch eher zu ihrem Weckruf.

Was in früheren Jahren schon zum Treppchen für die ersten drei Plätze reichte, das war in diesem Jahr schon im ersten Krähdruchgang zu hören. Mit um die 60 Kräher hatten sich im Durchgang am Mittag schon die ersten Guller vernehmen lassen.

Zu der Zeit hatte sich mit 65 Krähern schon der Landhahn Gulli aus Langenschiltach mit seinem Kikeriki gemeldet. Im zweiten Durchgang am Nachmittag fügte er 62 Kräher zu seinem Sieg hinzu. Mit 127 lautstarken Meldungen krähte sich Gulli den Tagessieg; in der Ewigenliste landete er mit der Leistung unter den ersten Fünf. Ein gefiederter Kollege aus Tennenbronn hält seit Jahren mit 176 Krähern den absoluten Rekord.

Bei Premiere auf dem Treppchen

Züchterin Julia Haas hatte mit Gulli gleich bei der ersten Teilnahme am Wettbewerb das Treppchen erklommen. Mit nur drei Krähern weniger belegte der weiße Sundheimer Hermännche von Matthias Hartmann aus Hardt den zweiten Rang, so wie schon im vergangenen Jahr. Auf den dritten Rang krähte sich der dunkelbraun glänzende Barnevelder von Hendrik Morgenbrodt aus Dornhan. Als besonders zutraulich zeigte sich Brutus Volumus vom Bruckhof in Sulzbach, der nach dem Wettkrähen vor den Käfigen spazierte.

Der aufmerksame Urzwerg Sebright, der auch zu hören war.

Foto: Ziechaus

Neben diesem großen Orpington-Hahn warteten auch schwarze Australorps, braune Vorwerk mit schwarzen Halsfedern und braun-gescheckte Bielefelder auf ihren Einsatz. Ein Urzwerg Sebright ist eine sehr alte Rasse, die nicht klein gezüchtet wurde und sehr mutig ist. International wurde die Schau mit indonesischen Ayam Cermani mit schwarzen Köpfen und Kämmen.

Der Rottweiler mit Biss
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Rottweil und Umgebung Montag bis Samstag im kompakten Überblick.