Jubiläum in Schramberg
: Firma Carl Haas feiert 120 Jahre voller Innovationen

In einer Feier zum 120-jährigen Bestehen der Firma Carl Haas wurde deutlich, wie sehr das Unternehmen im Laufe der Zeit gewachsen und sich den wechselnden Anforderungen angepasst hat.
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(red/pm)
Oberndorf
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Norbert Krause lässt 120 Jahre Revue passieren.

Ruf

Die Geschichte von Carl Haas begann 1904 in einer bescheidenen Werkstatt, in der Spiralfedern für die Uhrenindustrie hergestellt wurden. Heute, 120 Jahre später, ist das Unternehmen ein bedeutender Akteur in verschiedenen Hightech-Branchen und ein Mitglied der Kern-Liebers-Gruppe.

Im September feierte Carl Haas dieses Jubiläum mit einer großen Veranstaltung, bei der Mitarbeiter sowie deren Familien zusammenkamen. Die Feier bot reichhaltiges Essen, angeregte Gespräche und Livemusik, die die Gäste in festliche Stimmung versetzte. Auch für die kleinen Besucher war gesorgt: eine Vielzahl von Unterhaltungsangeboten, wie eine Hüpfburg, sorgten dafür, dass sich auch die jüngsten Gäste amüsieren konnten.

Rundgang durch die Fertigung

Ein besonderes Highlight des Tages waren Fertigungsrundgänge, bei denen die Familienangehörigen einen exklusiven Einblick in die Technologien und Fähigkeiten von Carl Haas erhielten. Jeder Rundgang bot die Gelegenheit, die hochmodernen Produktionsanlagen und die innovative Technik hautnah zu erleben, die das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Ein Blick auf die Meilensteine der Firmengeschichte zeigt, wie eng Fortschritt und Wandel bei Carl Haas miteinander verknüpft sind. Bereits 1935 brachte das Unternehmen mit der Nivarox-Spirale eine bahnbrechende Innovation auf den Markt, die die Präzision der Uhrwerke revolutionierte. Kurz darauf folgte die Einführung des CGS-Nummerierungssystems, das bis heute in der Produktion Verwendung findet.

Krisen gemeistert

Doch wie jede Erfolgsgeschichte war auch die von Carl Haas nicht frei von Rückschlägen. In den 1930er-Jahren zwang die Weltwirtschaftskrise das Unternehmen zur Kurzarbeit.

Dennoch blieb der Unternehmergeist ungebrochen und die Firma erweiterte kontinuierlich ihr Produktionsprogramm. Mit der Aufnahme der Zugfedernfabrikation und der Herstellung von Spiralfedern für Messgeräte setzte Carl Haas neue Maßstäbe in der Industrie.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr (Zweite von links) feiert mit.

Foto: Ruf

Ein weiterer bedeutender Schritt in der Firmengeschichte war die Integration der Firma Spirel 1971, gefolgt vom Einstieg in die Lasertechnik 1972. Diese Entwicklungen legten den Grundstein für den späteren Erfolg in der Medizintechnik, einem Bereich, der seit den 1980er-Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Der Ausbau dieses Segments stellt für die Zukunft des Unternehmens eine vielversprechende Perspektive dar.

Stetig weiterentwickelt

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich Carl Haas stetig weiterentwickelt und dabei immer wieder neue Herausforderungen gemeistert. Die Erweiterung des Standorts Oberreute und die Integration in die Kern-Liebers-Gruppe 2007 waren wichtige Meilensteine auf diesem Weg. Besonders der Ausbau der Medizintechnik 2016 zeigt, dass das Unternehmen auf Innovation und Wachstum setzt.

Trotz aller Erfolge und Entwicklungen waren die vergangenen Jahre auch von schwierigen Phasen geprägt. Diese Herausforderungen haben das Unternehmen und seine Mitarbeiter stark beansprucht. Doch die Geschichte von Carl Haas zeigt, dass auf jedes Tief ein Hoch folgt.

Engagiert in die Zukunft

Am Ende der Feier blickte man nicht nur stolz auf 120 Jahre zurück, sondern auch hoffnungsvoll in die Zukunft. Mit den Worten von Friedrich Alfred Krupp „Anfangen im Kleinen, Ausharren in Schwierigkeiten, Streben zum Großen“ schloss Norbert Krause die Rede, die den Geist von Carl Haas einfing.

Das Unternehmen steht bereit, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und weiter stolz auf die Wurzeln und Innovationskraft zu sein.

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