Feuerwehr Schramberg: Einweihung und Segen für neue Feuerwehrtechnik

Für die bestandene Prüfung zum gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst erhielt Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle (Zweiter von links) von OBin Dorothee Eisenlohr (rechts) einen „Männerblumenstrauß“. Für die beiden Stellvertreter Markus Kaupp (links) und Emanuel Reuss gab es einen Vesperkorb.
HerzogZum einen erhält das bereits 2025 in Dienst gestellte Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 den kirchlichen Segen, zum anderen wird der Anbau an die Zentrale Feuerwehrwerkstatt (ZFW) am Gerätehaus in Sulgen seiner Bestimmung übergeben.
Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle hatte die Ersatzbeschaffung des HLF 20 bereits in der Hauptversammlung als notwendig bezeichnet. Das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus dem Jahr 1997 habe zuletzt deutliche Mängel und Ausfälle gezeigt. Mit dem neuen Fahrzeug sei die Abteilung nun wieder auf dem aktuellen Stand der Technik.
Auch der neue CBRN-Erkunder bedeute einen erheblichen Fortschritt. „Wenn man von einem fahrenden Labor mit modernster Technik spricht, wird dieses Fahrzeug treffend umschrieben“, betonte Wöhrle. Für den Einsatz der hochmodernen Technik sei jedoch eine umfassende Ausbildung der Einsatzkräfte erforderlich.
Spürbare Verbesserungen
Die Fertigstellung des Anbaus an die Zentrale Feuerwehrwerkstatt, ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis, bringe spürbare Verbesserungen für die Abläufe. Gleichzeitig werde der Standort an der Rottweiler Straße gestärkt. Die Gesamtfeuerwehr profitiere zudem von zwei zusätzlichen Stellplätzen, die künftig für Logistik- und Reparaturarbeiten genutzt werden können.
Ein weiteres Thema ist die persönliche Schutzausrüstung. Die Ergebnisse eines derzeit laufenden Trageversuchs für neue Helme werden im Sommer erwartet. Auch die über 20 Jahre alten Einsatzjacken und -hosen sollen erneuert werden.
Handlungsbedarf besteht zudem bei der Technik zur Absturzsicherung und zur Rettung aus Höhen und Tiefen, die inzwischen in die Jahre gekommen ist.
Leistungsabzeichen
Lobend erwähnte Wöhrle die Leistungen mehrerer Gruppen aus den Abteilungen Sulgen und Waldmössingen, die erfolgreich Leistungsabzeichen in Silber und Gold abgelegt haben. An der Abnahme konnte er selbst nicht teilnehmen, da zeitgleich seine Prüfung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst stattfand – die er inzwischen erfolgreich bestanden hat. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr gratulierte Wöhrle zu diesem Erfolg und dankte zugleich seinen Stellvertretern Emanuel Reuss und Markus Kaupp für ihre geleistete Arbeit.
Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Jürgen Eberhardt, sprach in seinem Grußwort von einer „verrückten Zeit“. Gerade deshalb seien klare Strukturen und funktionierende Hierarchien innerhalb der Feuerwehr wichtiger denn je. Über die Aktivitäten der Alterswehr berichtete Obmann Willi Fader. Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 38 Mitglieder, darunter 26 Jungen und zwölf Mädchen. Jugendleiter Alexander Maurer berichtete von einem abwechslungsreichen Programm mit 18 Übungsabenden, dem Kreisjugendzeltlager in Horgen, einem Grillabend sowie einer Fahrt mit der Drehleiter.