Feuerwehr Aichhalden
: Ein äußerst ruhiges Jahr – aber nicht frei von dramatischen Einsätzen

Die Inbetriebnahme zwei neuer Fahrzeuge bedeuteten für die Feuerwehr-Löschzüge Aichhalden und Rötenberg besondere Höhepunkte im vergangenen Jahr. Offiziell eingeweiht werden sie in diesem Sommer.
Von
Lothar Herzog
Oberndorf
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Kommandant Ralf Dengler (Fünfter von links) und Bürgermeister Michael Lehrer (links) beförderten 15 Wehrangehörige in den nächst höheren Dienstgrad.

Herzog

In der Hauptversammlung der Feuerwehr Aichhalden im Sportheim berichtete Kommandant Ralf Dengler von vielen Stunden der Vorbereitung, Fahrzeugvorstellung, Ausschreibung und Baubesprechungen, ehe die LF 10 im August bei den Herstellern in Gingen und Dissen abgeholt werden konnten. Nachdem beide schon ihre ersten Einsätze hinter sich hätten, sei die Fahrzeugweihe am 3. August in Aichhalden und am 14. September in Rötenberg geplant.

Hinsichtlich der 18 Einsätze mit 317 Einsatzstunden in 2024 sprach Dengler von einem äußerst ruhigen Jahr. Zweimal sei die Gesamtwehr angefordert, zehnmal der Löschzug Aichhalden und sechsmal der Löschzug Rötenberg alarmiert worden. Meist habe es sich um technische Hilfeleistungen gehandelt, nur einmal habe ein Kleinbrand gelöscht werden müssen. „Mit nur drei Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen hatten wir die geringste Anzahl seit Jahren“, bilanzierte der Kommandant.

Neben den Einsätzen habe die Wehr an der Gewerbeschau teilgenommen, die zweite und vierte Grundschulklasse besucht und den Maibaum in Aichhalden und Rötenberg aufgestellt. Die Zusammenarbeit der Löschzüge sei bei zwei Übungen geprobt worden. Das Hauptaugenmerk habe dabei auf der Wasserversorgung gelegen. „Dass an der Übergabestelle der Kleine Kinzig im Koppengässle genügend Wasser kommt, wussten wir. Positiv überrascht waren wir aber, welche Mengen aus dem Brunnen im Aichhalder Loch kommen“, schilderte Dengler. In der Zwischenzeit sei dort ein Saugstutzen installiert worden, wodurch die Wasserentnahme für die Feuerwehr extrem erleichtert werde.

68 Aktive

Im Gegensatz zu den Einsätzen habe er als Kommandant ein sehr arbeitsreiches Jahr hinter sich, räumte der Feuerwehr-Chef ein und zählte knapp zwei Dutzend Termine auf. Aktuell beträgt die Mannschaftsstärke der Gesamtwehr 68 Aktive, jeweils 34 gehören dem Löschzug Aichhalden und Löschzug Rötenberg an.

Bürgermeister Michael Lehrer dankte den Wehrkräften für den unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit der Bürger. Die beiden neuen Fahrzeuge stellten einen technischen Meilenstein für die Zukunft dar. Damit sei die Wehr im Ernstfall schneller und effizienter. Die hohen Investitionen bedeuteten auch eine Wertschätzung für die Arbeit, die die Feuerwehr im Jahr leiste.

Unter den 18 Einsätzen seien auch drei schmerzhafte mit Toten dabei gewesen.

„Beim Altweiberball in der Festplatzanlage ist mir bewusst geworden, wie eine Feierlaune sich blitzschnell in Ernst ändern kann. Da ist der Einsatz nicht mehr freiwillig, da werdet ihr gebraucht“, bekräftigte der Bürgermeister.

Neue Einsatzkleidung kommt

Die Feuerwehr habe nun zwei neue Fahrzeuge, „aber potthässliche Einsatzkleidung“. Neue werde es Anfang April dieses Jahres endlich geben und diese böte besseren Schutz. Da sie deutlich leichter sei als die alte, werde sich die Einsatzleistung verbessern.

Der Feuerwehrbedarfsplan habe offenbart, dass die Wehr bei der Tagesverfügbarkeit ein erhebliches Defizit habe. „Da müssen wir rangehen, um sie zu verbessern. Ich bin da optimistisch, dass uns das auch gelingt“, so Lehrer überzeugt.

Lob für die schlagkräftige Truppe gab es auch von Kreisbandmeister Philipp Glunz. Die Feuerwehren seien ihm etwas wert, da ohne sie nichts laufe.

Beförderungen für 15 Kameraden

Durch rege Beteiligung an Aus- und Weiterbildungen wurden insgesamt 15 Kameraden befördert. Mit der abgeschlossenen Grundausbildung sind Michael Baumgärtel, Mathias Herzog, Julian Irion Pascal Läll und Moritz Notheis nun Feuerwehrmann. In den Dienstgrad des Oberfeuerwehrmanns stiegen Luca Becker, Francisco del Toro, Johannes Kopp, Leon Mäntele, Robin Müller und Noel Wichert auf. Nach zehn Jahren Oberfeuerwehrmann darf sich Pierre Kieninger jetzt Hauptfeuerwehrmann nennen, und zum Löschmeister befördert wurden Michael Broghammer, Elias Dieterle und Jörg Ginter aufgrund absolvierter Gruppenführer-Ausbildung.

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