Fasnetsbilanz Schramberg-Waldmössingen
: Ohne Hilfe aus Seedorf nicht zu schaffen

Nach gut fünftägigem Ausnahmezustand kehren in Waldmössingen wieder „normale“ Verhältnisse ein. Ortsvorsteher Reiner Ullrich ist wieder Chef der Ortsverwaltung.
Von
Lothar Herzog
Oberndorf
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Zunftpräsident Manuel Häring (Siebter von links) ist froh, den Schlüssel der Ortsverwaltung wieder an Ortsvorsteher Reiner Ullrich (Vierter von rechts) zurückzugeben.

Herzog

Mit der Rückgabe des Ortsverwaltungsschlüssels heißt Sauwadelhausen wieder Waldmössingen und der Herrscher über Recht und Ordnung wie zuvor Reiner Ullrich.

Ein von den närrischen Tagen müder und gezeichneter Zunftpräsident Manuel Häring räumte beim Heringsessen im Ratssaal der Ortsverwaltung ein, den Schlüssel gerne wieder an Ullrich zurückzugeben. Die Trauer über die zu Ende gegangene Fasnet sei nicht gerade klein. Aber nach solch tollen Tagen dürfe man das auch sein.

Da seine Elferratskollegen die Strapazen der vergangenen Tage optisch deutlich besser weggesteckt hatten, bezeichnete sie der Narrenchef als „medizinische Wunder“. Rund 100 Mitglieder sorgten vom Schmotzigen an dafür, dass die Veranstaltungen reibungslos über die Bühne gingen und die Besucher in der Kastellhalle weder dursten noch hungern mussten.

Kooperation mit Seedorf

Da die Zunft hier aber an ihre Kapazitätsgrenze stößt, wird seit einem Jahr eine Kooperation mit der Narrenzunft Seedorf gepflegt. So schickten die Seedorfer wie 2024 auch in diesem Jahr wieder zehn Helfer, die am Sonntag in der Küche der Kastellhalle eingesetzt wurden. Als Gegenleistung helfen die „Goarnete“ alle zwei Jahre den Zunftkollegen in Seedorf einen Tag beim Dorffest.

Hausfasnet wieder beliebt

Über die Entwicklung der Hausfasnet zeigte sich Häring erfreut. Während am Montag von 9.30 bis 19 Uhr bis zu 80 Hästräger die Fasnet in die Häuser brachten, waren es am Dienstag rund die Hälfte, deutlich mehr als in den Vorjahren. Vor allem der Dienstag entwickle sich immer mehr zum Familientag, da auch viele Jungnarren dabei seien und ihren Spaß hätten.

„Sehr gut gemacht“

Ortsvorsteher Reiner Ullrich zog folgendes Fazit: „Manuel, der Narrenpräsident, war über die Fasnet der Regent. Die Narrenzunft ergriff die Regierungsmacht, und das hatte sie sehr gut gemacht. Keine Beanstandungen, nur viel Alkohol, und das nicht für jeden zum Wohl.“

Großputz in der Halle

Angesichts der frühlingshaften Temperaturen fiel es dem Elferrat und weiteren Zunftmitgliedern nicht schwer, im Anschluss an das Hering- und Käsebrot-Essen mit Hilfe des Bauhofs die Fähnele abzuhängen und der Kastellhalle einen Großputz zu unterziehen.

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