Fasnet in Lauterbach: Darum reicht der Lauterbacher Strumpf alleine nicht mehr

Beim Brezelspiel war viel Geschick gefragt.
FehrenbacherNach dem Brezelsegen der Narrenzunft starteten zwei Nachwuchsakteurinnen mit ihrer Bühnenpremiere in das Programm.
Elena und Emma Schwendemann boten einen Tanz dar, in dessen Refrain zu hören war: „Wenn’s Luftballons regnet, und Konfettis schneit, feiern wir ne Party voller Fröhlichkeit“ – und damit noch nicht genug, forderten sie in einer Ansage im Mikrofon die Gäste dazu auf, beim zweiten Lied fleißig mitzumachen. Mit einer Body-Percussion-Einlage haben die Ministranten aus ihrem langweiligen Ministranten-Leben erzählt.
Auch zwei erfahrene Künstler, die nicht mehr vom Sonnenball wegzudenken sind, durften nicht fehlen. Uta und Wolfgang Borho konfrontierten die Zuschauer mit einem bekannten Lauterbacher Problem und sangen ein Lied über „Hundekacke in Tüten“. Sie ließen sogleich Hundekotbeutel durch den Saal fliegen, zu diesem Anlass jedoch gefüllt mit einer süßen Überraschung für die Fänger im Publikum.
Fleißig getanzt
„Mit einem Strumpf kann man heute kein Mädchen mehr locken, aber wenn ein Junge tanzen kann, dann könnte er den Mädchen hofieren“, erklärt Borho mit Blick auf den zweiten Teil ihrer Nummer und Anspielung auf die Geschichte des Lauterbacher Strumpfs. Auf die Melodie des CanCan sangen sie eine Textpassage und nach kurzer Zeit stimmte auch das Publikum eifrig mit ein und forderte sogleich eine .
Nach einer kurzen Bühnenpause, in welcher DJ Volker Becker das Publikum unterhielt, kündigten die Moderatoren eine Künstlerin an, welche das Publikum an die Liebe erinnern möchte. Sie wollte an das Hohelied der Liebe aus der Bibel erinnern, doch während des Auftritts brach plötzlich der Absatz ihres Schuhs ab, was sie vor neue Herausforderungen stellte. Nachdem trotz provisorischem Festkleben mit Klebeband dieser erneut abbrach, geriet Verena Oehl als Lola Liebelei sichtlich in Panik.
Duell mit KjG
Auch die KjG war mit einem Programmpunkt dabei. Sie forderten je zwei Gäste aus dem Publikum heraus, sich mit einem KjG-Mitglied in einem Spiel zu duellieren. Schlussendlich besiegten die Gäste die KjG und erhielten dafür eine Medaille.
„Eine Nummer mit Wahnsinns literarischem Niveau“, kündigte Markus Kaupp an. Cornelia und Armin Kaupp berichten in Form eines Gedichts von einem Sonntagsgottesdienst, welcher ihnen alles abverlangte. Von einem in die Länge gezogenen Gebet, über schier endlos andauernde und vor allem unbekannte Lieder bis zu der Erkenntnis, dass nach einer gefühlten Ewigkeit erst ins Credo eingestimmt wird, um am Ende festzustellen, dass es immer noch kein Ende hat, denn „nein, nach all dem Warten, nach all den Stunden, hat er immer noch ein Schlupfloch gefunden“, berichten sie und spielen damit auf einen Pfarrer an.
Viele Lebensweisheiten
„Oft laufe ich durchs Dorf und werde um Hilfe in den unterschiedlichsten Lebenssituationen gebeten“, schildert Markus Kaupp. So habe er irgendwann angefangen, seinen Kindern etwas von seiner Lebensweisheit weiterzugeben, so dass diese auch helfen könnten. „Meine Kinder werden auf die Bühne kommen und euch zu mehr Lebensqualität verhelfen, indem sie ein Lebensweisheiten erzählen“, kündigt Kaupp seine drei Kinder an. Sie sangen von Alltagssituationen und sangen zum Ende des Refrains: „Drum hör‘ auf unseren Rat“, womit die Message an das Publikum klar war.
Zum Ende rief das Moderatorenduo alle Akteure auf die Bühne, bevor mit „Sweet Caroline“ das Programm endete.