Erhard-Junghans-Schule Schramberg: Geschichte, die unter die Haut geht

Für die Jahrgangsstufe 9 der Erhard-Junghans-Schule Schramberg wurde der Besuch der Gedenkstätte Natzweiler-Struthof zu einer Erfahrung, die noch lange nachwirken dürfte.
Schule- Neuntklässler der Erhard-Junghans-Schule besuchten die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof.
- Ein Rundgang mit Zeitzeugenberichten zeigte Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge.
- Besonders eindrücklich wirkte die Arrestbaracke – einige traten in enge Arrestnischen.
- Hitze über 30 Grad ohne Schatten verdeutlichte Belastungen der Zwangsarbeit im Steinbruch.
- Im Museum vertieften die Jugendlichen ihr Wissen; Lehrkraft betonte Bedeutung des Lernorts.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass wurde für die Schüler der Erhard-Junghans-Schule Schramberg zu einer eindrucksvollen Geschichtsstunde. Zeitzeugenberichte, originale Gebäude und die bedrückende Atmosphäre des ehemaligen Konzentrationslagers machten das Leid der Häftlinge auf eindringliche Weise erfahrbar.
Im Rahmen einer Exkursion besuchte die Jahrgangsstufe 9 der Erhard-Junghans-Schule Schramberg gemeinsam mit ihren Geschichtslehrkräften Vanessa Groh, Mariana Di Pasqua, Mathias Jehle, Jasmin Link und Eileen Hübner die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass.
Das 1941 errichtete Lager diente vor allem der Ausbeutung der Häftlinge für die Arbeit im nahegelegenen Steinbruch. Insgesamt wurden rund 52.000 Menschen aus ganz Europa nach Natzweiler und in seine zahlreichen Außenlager deportiert. Etwa 22.000 von ihnen überlebten die Haft nicht.
Besuch der Arrestbaracke
Bis heute sind auf dem Gelände unter anderem das Lagertor, der Lagerzaun mit seinen Wachtürmen sowie mehrere Baracken erhalten. Während eines geführten Rundgangs erhielten die Schüler anhand von Zeitzeugenberichten einen eindrucksvollen Einblick in die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge.
Besonders bewegend war der Besuch der Arrestbaracke. Dort lernten die Jugendlichen die verschiedenen Haftstufen kennen. Einige von ihnen stellten sich für einen kurzen Moment in eine der engen Arrestnischen und bekamen so eine Vorstellung davon, welch beengenden und entwürdigenden Bedingungen die Gefangenen ertragen mussten.
Ohne Schutz vor Hitze oder Kälte
Der Besuch fand bei Temperaturen von mehr als 30 Grad statt. Auf dem weitläufigen Lagergelände gab es kaum Möglichkeiten, Schutz vor der Sonne zu finden. Die Hitze machte den Rundgang zusätzlich anstrengend und vermittelte den Schülern eine Ahnung davon, welchen Belastungen die Häftlinge damals ausgesetzt waren. Diese mussten bei jeder Witterung schwere Zwangsarbeit im nahegelegenen Steinbruch leisten – ohne Schutz vor Hitze, Kälte oder Regen.
Den Abschluss der Exkursion bildete die Besichtigung des Museums, in dem die Jugendlichen ihr Wissen über die Geschichte des Konzentrationslagers weiter vertiefen konnten.
Die Organisatorin des Lerngangs, Vanessa Groh, zog ein nachdenkliches Fazit: „Geschichte wird an einem solchen Ort greifbar. Kein Unterricht im Klassenzimmer kann vermitteln, was die Schüler hier gesehen und gespürt haben. Gerade deshalb sind solche Gedenkstättenbesuche ein wichtiger Beitrag zur historisch-politischen Bildung und ein Beitrag gegen das Vergessen.“