Einzelhandel in Schramberg: Ruhe statt Reizüberflutung im Supermarkt

Thomas Schenk (ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter Landkreis Rottweil), Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Birgit Lustig-Gehweiler (Inhaberin Edeka Lustig) und Larissa Gehweiler (Geschäftsleitung Edeka Lustig)
StadtRuhig einkaufen ohne laute Musik, grelles Licht und viele Durchsagen? Das ist bei Edeka Lustig in Schramberg-Sulgen seit einiger Zeit möglich.
Jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr reduziert der Markt Reize im Verkaufsraum: Das Licht ist gedimmt, Musik läuft nicht, Durchsagen beschränken sich auf das Nötigste und laute Einräumarbeiten finden in dieser Zeit nicht statt. Das Angebot richtet sich besonders an Menschen, die empfindlich auf Lärm, helles Licht oder viele gleichzeitige Eindrücke reagieren. Zugleich können alle Kundinnen und Kunden in dieser Zeit ruhiger einkaufen.
Erste Erfahrungen sind positiv
Thomas Schenk, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter des Landkreises Rottweil, stellte die Idee in einem Kennenlerngespräch mit Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr vor, teilt die Stadt mit. Danach nahm die Oberbürgermeisterin Kontakt zu Edeka Lustig auf. Geschäftsleiterin Larissa Gehweiler griff den Vorschlag direkt auf und leitete die nötigen Schritte im Markt ein.
Unter anderem bereitete ein Elektriker die technischen Voraussetzungen vor, damit die Stille Stunde verlässlich jede Woche stattfinden kann.
Die ersten Erfahrungen fallen positiv aus. Larissa Gehweiler und Birgit Lustig berichten, dass Kunden das Angebot gut annehmen.
Ein Kunde kommt nach Angaben des Marktes bereits regelmäßig zur Stillen Stunde und freut sich über die ruhigere Einkaufszeit. Auch Mitarbeitende melden zurück, dass ihnen die reduzierte Geräuschkulisse einmal in der Woche guttut.
Edeka Lustig möchte die Stille Stunde beibehalten und weiter Erfahrungen sammeln.