Del Core Auftritt in Hardt: Die Komik des Weihnachtsfests

Heitere Gedanken und vor allem Geschichten rund ums Weihnachtsfest präsentiert der Zimmerner Kabarettist Heinrich Del Core dem Hallenpublikum in Hardt.
HandharmonikaclubAuf meisterhaft sympathische und humorvolle Art schilderte Del Core aberwitzige Begebenheiten rund ums Adventsgeschehen. Jeder kennt das, wenn die Frau anfängt, die Wohnung zu dekorieren mit allem, was Keller und Bühne so hergeben, so dass stellenweise nicht mal mehr das Wlan-Signal durchkommt. Da hilft maximal, dass sie ein eigenes Zimmer zum Dekorieren bekommt, bevorzugt die Garage und die schließt man dann ab.
Überhaupt ist es eine Zeit der Missverständnisse, denn seine Frau liebt Glühwein, er aber hasst Kopfweh. Und wenn dann erst die Familie einfällt...
Früher aß man ja, was auf den Tisch kam. Heute ist der Sohn Vegetarier, seine Freundin vegan und die Tochter hat eine ausgeprägte Latzhose-Intoleranz.
Es werden Berge von Breedle gebacken, ganz besonders mag Heinrich die Austerle, Anusplätzle oder auch Dominasteine, oder wie die Dinger alle heißen.
Das Heilsame am Braten
Bedruckter Geschenkstoff statt Papier ist ebenso Thema wie der Weihnachtsbraten. Es ist nämlich statistisch erwiesen, dass Leute, die Schweinefleisch essen weniger dazu neigen, sich in die Luft zu sprengen, so del Cores These.
Und der kleinen Nachbarin kann man erklären, dass Fleischküchle kneten nicht schlimm ist. Es sind zwar wohl Tiere, aber das kneten ist wie streicheln, nur zeitlich etwas später.
Die Ur-Angst vor dem Nikolaus, die seit jeher Heinrichs Freude auf den eigenen Geburtstag am 6. Dezember verdrängt, wird psychologisch professionell aufgearbeitet.
Der Nahrungsmittel-Verschwendung durch die klassische Möhrennase des Schneemannes wird durch die militante vegane Sophie von nebenan der Kampf angesagt mit dem Schlachtruf: „Möhre her oder ich föhne!“
Ein Abend zum Abschalten
Der Handharmonikaclub „Schwarzwaldecho“ Hardt hatte zum Auftritt von Del Core eingeladen.
Die Akteure des Vereines waren auf den Gäste-Ansturm bestens vorbereitet und konnten die zahlreichen Besucher mühelos mit leckeren Getränken wie Aperol oder Schampus versorgen und auch ungewöhnliche Speisen wie unter anderem der „Wusawe“ fanden begeisterte Anhänger.
Das den Verantwortlichen mitgeteilte Fazit der Besucher war mehrheitlich positiv, es war ein spritziger, leichter und bestens in die Weihnachtszeit passender Abend, wo man mal wieder abschalten und richtig laut lachen konnte.