Christlicher Impuls aus Schramberg: Der Tod hat nicht das letzte Wort

Markus Krimmer
privatDer Tod ist überall in dieser Welt: in der Ukraine, im Nahen Osten und schmerzlich nah auf unseren Schramberger Straßen in diesen Tagen. Auch diese Woche sind Menschen gestorben und werden in Schramberg und Umgebung beerdigt. Auch wir sind in 100 Jahren alle tot. Der Tod gehört zum Leben dazu.
Aber an Ostern kommt Hoffnung in diese Realität. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Jesus starb an Karfreitag, aber drei Tage später ist er auferstanden. Es gibt mehr als diese 70, 80 oder 90 Jahre, die wir Menschen auf dieser Welt geschenkt bekommen. Es gibt Leben nach dem Tod.
Nichts Genaues weiß man
Jetzt fragt eventuell der eine oder die andere: Woher will er das wissen? Es ist noch keiner von den Toten zurückgekommen. Nichts Genaues weiß man. Ich antworte: Einer ist zurückgekommen. Einer hat sein Sterben und seine Auferstehung vorhergesagt. Einer hat den Tod besiegt: Jesus. Das können wir im Neuen Testament nachlesen und in der Weltgeschichte sehen.
Die Auswirkungen der Auferstehung sind deutlich: Aus verängstigten Jüngern Jesu nach seinem Tod wurden auf einmal leidenschaftliche Missionare, die verkündeten: Jesus lebt. Innerhalb von 300 Jahren wurde aus einer kleinen, stark verfolgten Gruppe von Gläubigen in Israel, eine Glaubensgemeinschaft, die bis nach Rom, ins Machtzentrum der damaligen Welt, kam, und der Glaube an Jesus wurde zur römischen Staatsreligion.
2,5 Milliarden Christen
Niemand hat die letzten 2000 Jahre so geprägt wie Jesus. Aktuell gibt es zirka 2,5 Milliarden Menschen auf dieser Welt, die sich als Christen bezeichnen. Bei uns in Deutschland steht in jedem Dorf eine Kirche (oft mehrere). Wir feiern Weihnachten (Jesu Geburt), Ostern (Tod und Auferstehung Jesu), Pfingsten (Gott sendet seinen Heiligen Geist) und freuen uns über die Ferien, die wir dadurch haben. Selbst unsere Zeitrechnung hat mit Jesus zu tun: Wir leben im Jahr 2026 nach Jesu Geburt. Jesus war so zentral, dass die Zeit eingeteilt wird in: vor seiner Geburt und nach seiner Geburt. Erstaunlich.
Friedhof ist nicht Endstation
Jesus hat auf die wichtigen Fragen in unserem Leben eine Antwort – auch auf die vielleicht wichtigste: Was kommt nach dem Tod? Jesus sagt im Johannesevangelium, Kapitel 11, Vers 25: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“
Ohne Glaube an Jesus geht unser Leben verloren, wer aber Jesus in diesem Leben vertraut (an ihn glaubt), bekommt ewiges Leben bei Gott in der zukünftigen Welt. Für den ist der Tod und der Friedhof nicht mehr die Endstation, sondern nur eine Durchgangsstation zum ewigen Leben.
Gott will sich finden lassen
Glauben Sie das? Daran entscheidet sich Ihre Ewigkeit. Sie können es nachprüfen.
Gott sagt in seinem Wort (Jeremia 29,13): „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ Gott will sich finden lassen. Besuchen Sie doch die Gottesdienste in den kommenden Tagen an Karfreitag und an Ostern – egal ob katholisch, methodistisch, freikirchlich oder evangelisch. Feiern Sie mit: Es gibt wahre Hoffnung im Leben und im Sterben bei Jesus.
Frohe und gesegnete Ostern.
Der Autor ist Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Sulgen.