Berufsschule Schramberg-Sulgen: Giganten aus Stahl und Maschinenbau

Die Exkursion wird allen Beteiligten als eine spannende, lehrreiche und bestens organisierte Erfahrung in Erinnerung bleiben.
Berufliche Schulen- 35 Technikschüler der BSS Schramberg vertieften Fertigungstechnik und Maschinenbau vor Ort.
- Stationen waren SMS Group in Hilchenbach, das Stahlwerk Salzgitter und die SSK-Schmiede.
- In Hilchenbach sahen sie Fertigung großer Komponenten – etwa 400-mm-Getriebewellen.
- Im Stahlwerk beeindruckten Hochofen-Abstich mit 1400 Grad und Kilometer-Stahlband aus Brammen.
- Zukunftsausblick: angekündigte Technologie für „grünen Stahl“, geplante Inbetriebnahme Ende 2027.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
35 Schüler der Technikerschule der Beruflichen Schulen Schramberg haben gemeinsam mit ihren Lehrkräften eine dreitägige Fachexkursion zur SMS Group in Hilchenbach, zum Stahlwerk Salzgitter sowie zur Freiformschmiede SSK von Schaewen in Wetter an der Ruhr unternommen. Ziel der Reise war es, theoretische Unterrichtsinhalte aus Fertigungstechnik und Maschinenbau durch praktische Einblicke in industrielle Produktionsprozesse zu vertiefen.
Die Exkursion begann mit der Abfahrt an der Kreissporthalle Sulgen. Nach einer mehrstündigen Busfahrt erreichte die Gruppe die SMS Group in Hilchenbach. Das Unternehmen zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Anlagen für die Metallindustrie, insbesondere für Walzwerke. Während einer Werksführung erhielten die angehenden Techniker Einblicke in die Fertigung großer Maschinenkomponenten.
Aus nächster Nähe
Besonders beeindruckend waren die gewaltigen Getriebewellen mit einem Durchmesser von rund 400 Millimetern sowie tonnenschwere Walzenständer. Die Schüler konnten die einzelnen Fertigungsschritte und moderne Bearbeitungsverfahren aus nächster Nähe verfolgen.
Am zweiten Tag stand die Besichtigung des Stahlwerks Salzgitter auf dem Programm. Während einer Führung über das rund sieben Quadratkilometer große Werksgelände erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Geschichte des Standorts und die moderne Stahlproduktion. Ein Höhepunkt war der Besuch des Hochofens. Beim Abstechen konnten die Schüler beobachten, wie rund 1400 Grad Celsius heißes flüssiges Roheisen aus dem Ofen austrat.
Anschließend führte der Rundgang in das Walzwerk. Dort wurde gezeigt, wie aus einer mehrere Zentimeter dicken Bramme ein nur etwa einen Millimeter starkes Stahlblech entsteht. Das fertige Stahlband erreichte dabei eine Länge von rund einem Kilometer.
Eindrucksvolles Zusammenspiel
Großes Interesse weckten zudem die Zukunftspläne des Unternehmens. Vorgestellt wurde eine neue Technologie zur Herstellung von sogenanntem „grünem Stahl“, mit der die CO₂-Emissionen künftig deutlich reduziert werden sollen. Die neue Anlage befindet sich derzeit im Aufbau und soll Ende 2027 in Betrieb gehen.
Am letzten Exkursionstag besuchte die Gruppe die Freiformschmiede SSK von Schaewen in Wetter an der Ruhr. Dort konnten die angehenden Techniker verfolgen, wie massive Rohlinge erhitzt und anschließend mit einer 30-Meganewton-Presse zu großen Schmiedeteilen verarbeitet werden. Besonders eindrucksvoll war das Zusammenspiel von Automanipulatoren und Schmiedepresse bei der Herstellung einer großen Getriebewelle.
Dank an Lehrkräfte
Für Staunen sorgten auch die Dimensionen der eingesetzten Werkzeugmaschinen. So bearbeitete eine Drehmaschine von der Größe eines Klassenzimmers die geschmiedeten Rohlinge.
Nach der Rückkehr nach Sulgen bedankten sich die Schüler bei den organisierenden Fachlehrkräften Martin Welle, Andreas Näger und Sven Hilser. Alle Beteiligten zogen ein positives Fazit. Die Besuche ermöglichten einzigartige Einblicke in moderne Fertigungs- und Produktionsprozesse und halfen dabei, die im Unterricht vermittelten Inhalte des Maschinenbaus und der Fertigungstechnik praxisnah zu vertiefen.